Edeka

Harter Kampf um 13 Prozent Lohnforderung im LEH, erste Streiks!

Dieser Beitrag ist Teil 44 von 50 in der Serie EDEKA 2023

Harter Kampf um 13 Prozent Lohnforderung bei Edeka – mehrere Lager wurden bei Edeka Südwest von Verdi bestreikt!

Die Gewerkschaft  Verdi streikte am Montag, den 6. November mehrere Lager von der Edeka-Südwest, darunter auch das Zentrallager Offenburg. Außerdem betrafen die Streiks noch Heddesheim (Rhein-Neckar-Kreis), Ellhofen (Kreis Heilbronn) und in Balingen (Zollernalbkreis). In den laufenden Tarifverhandlungen will die Gewerkschaft Verdi mehr Geld für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel erreichen. In Offenburg hatten sich  schon in den frühen Morgenstunden am Montag rund 150 Menschen am Streik beteiligt. Vor allem hatten LKW- Fahrer ihre Arbeit niedergelegt, dadurch kam auch nicht in allen Märkte die bestellte Ware an.

Weitere Streiks im Groß- und Außenhandel folgen in den laufenden Tarifverhandlungen wohl noch. Verdi fordert unter anderem eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 13 Prozent und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 175 Euro. Schon Mitte Oktober diesen Jahres hatte die Gewerkschaft die Beschäftigten aufgefordert, ihre Arbeit nieder zu legen. Nun soll der Druck auf die Arbeitgeberseite nochmals erhöht werden. Am 6. Dezember findet die 7. Verhandlungsrunde statt, bis dahin könnte es weitere Streiks geben.

Angst vor Streiks rund um die Weihnachtstage wächst.

Normalerweise bekommen die Märkte am Montagmorgen viel frische Ware in die Märkte geliefert. Da jedoch auch LKW- Fahrer bei den Streikenden dabei waren, fehlte in einigen Filialen die Ware. Laut Beobachter kamen schon am sehr frühen Morgen ca. 30 Beschäftigte, die ihre Arbeit nieder legten. In den späteren Stunden am Vormittag waren es ca. 150 Menschen, die nicht zur Arbeit antraten. Auch am Dienstag waren die Auswirkungen in den Filialen noch zu merken, dass aufgrund fehlender Lieferungen am Montagmorgen, teils auch am Dienstag noch Fehlmengen in den Regalen waren.

Der Tarifstreit dauert nun schon mehrere Monate an. Verdi fordert eine Erhöhung der Gehälter und Löhne von 13 Prozent. Die Geschäftsführung des Einzelhandelskonzerns Edeka bietet bislang Erhöhungen der Löhne und Gehälter in zwei Stufen – um 5,1 Prozent und dann noch einmal um 2,9 Prozent an. Hinzu käme eine steuer- und abgabefreie Inflationsausgleichsprämie in zwei Teilbeträgen von insgesamt 1.400 Euro. Der Hauptgrund laut Verdi für die Tariferhöhung ist an erster Stelle ein Ausgleich auf die Inflationszahlen, damit die Beschäftigten sich Lebensmittel und Mietzahlungen besser leisten können, die ja seit Monaten angestiegen sind.

Angst bei Edeka…

Foto: Supermarkt-Inside

Verdi hatte  in den vergangenen Monaten in stundenlangen Verhandlungen und Sondierungen immer wieder versucht, den Arbeitgebern die dramatische Situation der Beschäftigten deutlich zu machen. Das Ziel der Gewerkschaft: ein Tarifabschluss, welcher die prekäre Lage der Beschäftigten nicht weiter verschlechtert und einen Schritt in Richtung Zukunft für den Einzelhandel darstellt. Die Angst bei Edeka wächst nun auch, dass es sogar Streiks in der starken Weihnachtszeit geben könnte.

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Bilder: Archiv Supermarkt-Inside und wie gekennzeichnet.

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