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WASGAU – REWE tausch Aufsichtsrat aus!

Dieser Beitrag ist Teil 79 von 90 in der Serie Rewe

Aufsichtsrat von WASGAU steht vor einem Umbruch – REWE  tauscht als Hauptaktionär Kontrolleure aus.

Nun will die REWE Group neue Kontrolleure in den Aufsichtsrat von WASGAU entsenden. Demnächst sollen Elisabeth Promberger und Sven Spork Hauptaktionär REWE im Aussichtsrat von WASGAU vertreten. Gehen sollen dafür Hanno Rieger und Christian Mielsch. Bleiben soll allein noch Daniela Büchel und ihr Mandat behalten. Büchel ist auch im Konzernvorstand der REWE Group und könnte auch die Nachfolgerin von Cristian Mielsch als Chefaufseherin im Aufsichtsrat von WASGAU werden. Der „Neue“ im Aufsichtsrat Sven Spork ist Leiter des Bereiches Corporate Affairs und ist bei REWE für die Kommunikation und Zusammenarbeit mit Verbänden und der Politik verantwortlich. Beim Handelsverband Deutschland (HDE) ist er zudem noch als Vizepräsident tätig. Elisabeth Promberger ist ein „Eigengewächs“ der REWE und verantwortlich für die Region REWE Süd. Auch ist sie bestens mit WASGAU vertraut, da sie bis letzten Sommer im Vorstand WASGAU für die Bereiche Produktion und Einkauf verantwortlich war. 

Keine großen Überraschungen durch die Wechsel.

Ein Grund für den Austausch im Aufsichtsrat könnte auch sein, dass die Mandate aller Kontrolleure zum Ende Mai diesen Jahres auslaufen. Es war auch erwartet worden, dass Mielsch bei den nächsten Wahlen nicht mehr für das Aufsichtsratsgremium kandidiert. Schon im letzten Jahr hatte er seine Tätigkeit als Finanzvorstand REWE niedergelegt und den Konzern verlassen. Eine kleinere Überraschung war eher der Abgang von Rieger, der auch gleichzeitig für die REWE- Region- West verantwortlich ist. Hier könnte jedoch der Grund sein, dass Rieger im nächsten Jahr eventuell in den Vorstand der REWE Dortmund rückt. Nachvollziehbar ist, dass wenn Rieger in den Vorstand einziehen sollte, er weniger Zeit für einen Aufsichtsratsposten bei WASGAU hätte. Ansonsten bleibt nach aktuellem Stand wohl  alles wie bisher. Der Anteilseigner Hornbach will erneut Christian Hornbach, Christa Theurer und auch Roland Pelka weiterhin  im Gremium behalten. 

Edeka Südwest ist als dritter Großaktionär nicht mit eigenen Vertretern im Aufsichtsrat der WASGAU vertreten. Wesentliche Eigentümer sind die Wasgau Food Beteiligungsgesellschaft mbH in Annweiler mit 53,10 Prozent, die Edeka Südwest GmbH in Offenburg mit 24,98 Prozent sowie die Rewe Markt GmbH in Köln mit 14,84 Prozent. An der Wasgau Food Beteiligungsgesellschaft mbH wiederum hält die Rewe-Markt GmbH 51 Prozent.

WASGAU überzeugt mit gutem Geschäftsergebnis.

WASGAU zählt zu den führenden Lebensmittelhändlern mit u.a. eigenen Produktionsbetrieben in der Region rund um Pirmasens. Die Märkte und Geschäfte finden sich mit regionalem Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Den Kern der Handelstätigkeit bilden 71 WASGAU Super- und Verbrauchermärkte mit Verkaufsflächen zwischen 600 und 3.200 Quadratmetern. Darüber hinaus nutzen mehr als 40 selbstständige Einzelhändler die WASGAU Produktions & Handels AG als Einkaufs- und Dienstleistungszentrale. 

Der WASGAU Konzern hatte im Jahr 2022 trotz steigender Energiepreise und zunehmender Versorgungsstörungen in den globalen Lieferketten erneut ein überdurchschnittlich erfolgreiches Geschäftsjahr. Mit einem Rekordumsatz von 607 Mio. Euro (Vorjahr 565 Mio. Euro) wurden sowohl die eigenen Erwartungen, wie auch der Vorjahreswert übertroffen.

Mit Blick auf die Segmente Groß- und Einzelhandel konnte vor allem der Großhandel wachsen und im Umsatz um + 25,6 % auf 163 Mio. Euro (Vorjahr 130 Mio. Euro) zulegen. Im  Einzelhandel wurde der Umsatz des Vorjahres um + 2,1 % auf 444 Mio. Euro (Vorjahr 435 Mio. Euro) gesteigert und übertraf somit ebenfalls die Erwartungen. Ein besonders tolles Ergebnis kam durch die WASGAU Bäckerei GmbH zustande, die den Umsatz um + 13,8 % auf 48 Mio. Euro steigern konnten. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) liegt im Geschäftsjahr 2022 mit 11,5 Mio. Euro weiterhin deutlich oberhalb des langjährigen Durchschnitts.

Auch für das laufende Jahr stehen die Zeichen gut, konnte doch im ersten Quartal diesen laufenden Jahres ein Plus von 7,6 Prozent erzielt werden. Gesamt ist ein Ebit von 7-bis 10 Millionen Euro geplant.

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