Tegut

Nach Cyber-Attacke: Tegut kommt langsam wieder in die Spur

Cyber-Attacke verursacht große Zusatzkosten

Nachdem sich die Hacker-Gruppe Nefifilm in das Computersystem von Tegut gehackt hat und die E-Mail-Server und das Warenwirtschaftssystem lahmgelegt hat, kehrt langsam wieder Normalität ein. Die Kunden mussten mehr als fünf Wochen vor sehr leeren Regalen stehen. Vor allem Molkereiprodukte und Getränke waren betroffen. Nun können die Kunden wieder aus der vollen Produktpalette wählen. Nur noch in einzelnen Märkten fehlt Ware. Die nun entscheidende Frage ist, wie die Kunden auf die Vorfälle reagieren. Sind sie enttäuscht und verängstigt, weil ihre Daten nicht sicher waren?  Oder unterstützen sie Tegut während des Leidensweges umso mehr?  Diese Fragen werden wir wohl erst in der Zukunft beantworten können.

Cyber-Attacke ist immer noch zu spüren

Vor der Cyber-Attacke ritt Tegut komplett auf einer Erfolgswelle. Im vergangenen Jahr konnte Tegut um 18 Prozent zulegen. Auch in diesem Jahr flachte die Welle nicht ab. Zweistellige Zuwächse hat der Händler verzeichnet. Nach den Angriffen geht das Unternehmen um Geschäftsführer Thomas Guberlet jedoch davon aus, dass die Umsatzentwicklung unter der des Vorjahres bleibt. Obwohl Tegut unter Hochdruck ein neues Computersystem aufgebaut hat, bleibt das Unternehmen in Habachtstellung. Momentan arbeiten sie daran, die Log-in Möglichkeiten für die Kunden wieder freizugeben. Diese waren nach der Cyber-Attacke vorsorglich gesperrt worden. Um sich anzumelden, muss man eine Sicherheitsprüfung bestehen und wird dann aufgefordert sein Passwort zurückzusetzen. Es bleibt also noch viel zu tun für Tegut. Der Händler wird hoffen, dass die Kunden Tegut weiterhin vertrauen.

Eröffnung tegut…teo, Fulda

Geplante Neustrukturierung wird beschleunigt

Tegut möchte in Zukunft besser auf mögliche Cyber-Attacken vorbereitet sein. Dazu beschleunigt das Unternehmen die geplante Neustrukturierung der Tegut-Systeme und setzt vermehrt auf Cloud-Service Leistungen. Eine neue Software, die bereits im Quartier-Konzept angewendet wird, soll nun schneller in allen Märkten ausgerollt werden. Außerdem wird Tegut einige IT-Anwendungen neugestalten. Wir hoffen, dass sich solch ein Vorfall nicht so schnell wiederholt und die Täter bald gefasst werden. Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität (ZIT) ermittelt bereits in dem Fall.

Ziemlich heftig, was Tegut da widerfahren ist. Glaubt ihr, dass wir in Zukunft vermehrt von solchen Angriffen hören werden? Bitte schreibt uns eure Meinung auf Supermarkt Inside oder bei Facebook. Teilt gerne auch, wie ihr euch gegen solche Angriffe wappnet.

 

Bilder: Archiv Supermarkt Inside

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