Schwarz Gruppe

Duell zwischen Lidl und Kaufland am schwarzen Meer!

Dieser Beitrag ist Teil 1 von 22 in der Serie Kaufland & Lidl

Schwarz- Gruppe im Wettbewerb mit sich selbst – LIDL will die NR. 1 in Bulgarien werden und Kaufland vom Thron stoßen…

Foto: Lidl

Die Schwarz– Tochter LIDL will nach Rumänien auch in Bulgarien die Nummer Eins werden und steht damit im direkten Wettbewerb mit Schwester Kaufland. Im Jahr 2021 zählte der deutsche Lebensmitteldiscounter Lidl insgesamt 108 Verkaufsstellen in Bulgarien. Im Jahr 2022 stieg die Anzahl der Lidl-Filialen auf 113. Laut Unternehmensangaben hat LIDL im letzten Geschäftsjahr in Bulgarien ein Umsatzplus von 27 Prozent erzielen können. So war LIDL das einzige Unternehmen, dass in 2022 oberhalb der Lebensmittelinflation von 26,1 Prozent, den Umsatz steigern konnte. Auch Kaufland war in Bulgarien mit rund 20 Prozent Wachstum gut dabei. Wie auch in fast allen europäischen Ländern kommt auch LIDL die neue Preissensibilität der Verbraucher und Verbraucherinnen zugute. Die Menschen greifen auch in Bulgarien verstärkt auf die preisgünstigen Eigenmarken der Discounter zurück. Nach eigenen Aussagen fielen ca. 76 Prozent der Erlöse im letzten Jahr auf Produkte, die unter dem eigene Label laufen. Aktuell gibt es bei LIDL 2400 Artikel schon im Standardsortiment, dazu kommen noch 2600 Aktionsartikel.

Schwarz- Gruppe: Expansionswelle von LIDL geht weiter, Kaufland macht sich hübsch.

Der Discounter will nun weiterhin die Schlagzahl von neuen Standorte erhöhen. Statt wie in den Vorjahren mit ca. 5 neuen Filialen, will LIDL nun pro Jahr 7-10 neue Geschäfte in Bulgarien eröffnen. Aktuell gibt es 118 Filialen. LIDL zählt hier auf eine vernünftige und realistische Sichtweise in seiner Expansion. Die Geschäftsleitungsvorsitzende ist Frau  Milena Dragijsk, die seit 2007 LIDL Bulgarien leitet und auch 2010 den Markteintritt der Handelskette in Bulgarien vorbereitete. Frau Dragijska absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Sofia “St. Kliment Ohridski” und der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen und anschließend studierte sie internationales Marketing an der Business School Reutlingen in Deutschland. Sie ist Mitglied des Vorstands der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer und gehört dem Vorstand des Council of Women in Bulgarien an. Ein großer Vorteil für die weiteren Expansionsschritte liegen bei LIDL vor allem darin, dass 85 Prozent des Immobilienportfolios sich im Eigenbesitz befinden. Das macht es für neue Standorte leichter und realisierbarer.

Knapp 1 Mrd. € Umsatz bei Kaufland in Bulgarien

Kaufland in Moldau

Auch LIDL- Schwester Kaufland ist in Bulgarien sehr erfolgreich und feilt weiter an einem verbesserten Vertriebskonzept. Erst im letzten Jahr konnte eine Modernisierungskampagne für 24 Häuser gestartet werden, die insgesamt in zwei Jahren bei einer Investitionssumme von 20 Millionen Euro liegt. Noch bis Ende diesen Jahres sollen weitere 13 Standorte umgebaut sein. Kaufland ist 2006 in den bulgarischen Markt eingestiegen und wird zur Zeit vom agilen GLV Ivan Chernev geführt. Aktuell ist Kaufland noch die Nummer 1 im bulgarischen Markt und konnte in 2021 einen Nettoumsatz von 968 Millionen Euro verbuchen. Das soll aus Sicht von Kaufland auch noch lange so bleiben. LIDL steht hier noch an zweiter Stelle mit schon 801 Millionen Euro, weit dahinter Metro Cash & Carry mit einem Umsatz von 433 Millionen Euro und Billa (Rewe Group) von 429 Millionen Euro. Fakt ist, dass der bulgarische Markt von der Schwarz- Gruppe dominiert wird und die nächste oder neue Nummer 1 im Lebensmittelhandel dort, wohl sicherlich  LIDL oder Kaufland heißt.

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