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Amazon ist jetzt auch in Europa stationär, Walmart und Lidl kämpfen in den USA

Vor einigen Wochen bestätigte sich die Übernahme des Jahres 2017

Amazon konnte den erfolgreichen Bio-Händler Whole Foods aus Texas übernehmen, wir berichteten. Nur wenige Wochen nach diesem gigantischen Deal spüren wir auch in Europa die ersten Auswirkungen.

Aber zuerst ein Blick in die USA

Im US-Markt haben die E-Commerce-Profis aus Seattle innerhalb kürzester Zeit einen großen Teil des Whole Foods Sortiment im Preis abgesenkt. Diese Aktion hat dazu geführt dass es Wochen lang zu Lieferschwierigkeiten  bei Whole Foods kam. Allerdings gelang es offensichtlich, die rückläufige Kundenfrequenz bei dem übernommenen Bio Spezialisten zu aktivieren. Den die Wettbewerbssituation im US-LEH hat sich durch den Markteintritt des internationalen Discount-Profis “Lidl” deutlich verschärft.

Auch Walmart reagiert auf “Lidl US”

In Bentonville bei Walmart wurden die ersten Gegenmaßnahmen zum Lidl Markteintritt beschlossen. Demzufolge reduzierte Walmart an der Ostküste die Verkaufspreise deutlich. Die strategischen Lidl-Eckpreise hat Walmart fast komplett eingestellt. Des Weiteren haben sich die Leistungsstände sowie der Servicegrad der Walmart-Märkte im Lidl Einzugsgebiet deutlich verbessert, auch an Standorten wo der deutsche Angreifer erwartet wird, geht die Walmart-Leistung hoch. Obendrein soll Einfluss auf einige Lidl-US-Eigenmarkenlieferanten genommen worden sein, mit dem Ziel die Warenversorgung für Lidl zu erschweren. Damit reflektiert der weltweit größte Lebensmittel-Händler deutlich, dass man nicht gewillt ist, seinen heimischen Markt kampflos preis zugeben.

Eine weitere Verschärfung der Situation ist durch Amazon zu erwarten, da das wachsende E-Food Geschäft in der Kombination mit den stationären Einheiten von Whole Food eine neue Dimension aufmacht. Amazon experimentiert mit großer Freude an den unterschiedlichen Möglichkeiten der Kombination, E-Commerce und Stationär.

Lidl ist Kampf erprobt

Diese Reaktion von Walmart und Amazon, dürfte die Damen und Herren der Chefetage in Neckarsulm nicht verwundern. Allerdings ist der Zeitpunkt für eine intensive Auseinandersetzung nicht so optimal, da Lidl offensichtlich mit der Umsatzentwicklung einzelner der ca. 40 Standorte an der Ostküste noch lange nicht zufrieden ist.

Auch das Personalkarussel der Schwaben hat schon wieder an Fahrt aufgenommen.

Nichtsdestotrotz gehen wir fest davon aus, dass der europäische Discount-Primus sich mit allen zur Verfügung stehenden Waffen verteidigen wird.

Also, diese Auseinandersetzung  geht jetzt gerade mal in die erste Runde, es bleibt spannend !

Amazon UK hat durch den Whole-Deal ebenfalls erste stationäre Einheiten.

Auch in Europa werden wir einige Konsequenzen der o.g. Auseinandersetzungen spüren. So hat Amazon seine ersten neun stationären Einheiten in UK aus dem Whole-Deal schon aktiviert. Der Online-Profi hat auch in England die ersten Preise gesenkt, mit dem Ziel, die hochwertigen Whole Food Bio-Märkte mit einer deutlich stärkeren Kundenfrequenz zu versorgen. Den Whole Foods hat es bis heute noch nicht geschafft sich in England einen signifikanten Marktanteil zu erarbeiten.

Anderseits werden bereits ca.500 erfolgreiche Produkte aus dem Whole Foods Trocken-Sortiment auch bei Amazon Fresh gehandelt werden. Dies ist logischerweise erst der Anfang, denn der übernommene Bio-Profi ist ein absoluter Spezialist in den Frische-Warengruppen. Diese Sortimentsbereiche hat Amazon Fresh bis heute noch ohne die Whole Foods Kompetenz, in der Auslieferung.

Da ist es nur eine Frage der Zeit, wann auch diese Kernkompetenz nach Europa kommt und damit auch bei Amazon Fresh in  UK und in Deutschland zur Verfügung steht.

Diese gesamte Entwicklung ist sehr interessant, wie seht ihr diese globale Veränderung, bitte kommentiert hier…

 

 

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

 

 

 

 

 

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