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Kochen ist out, Snacken ist in

Gemeinsam Essen …

Unter dieser Überschrift würde man kein Loblied auf Snacken, sondern auf frische Brötchen zum Familienfrühstück, gesund gekochtes Mittagessen wie bei Oma oder einen netten Besuch von Freunden zum gepflegten Abendessen erwarten. Das ist ja auch alles wunderschön, aber auch mit viel Arbeit, Können und Zeitaufwand verbunden. Und da fängt das Problem nun an. Gelernt hatten wir dies in früheren Jahren von den Eltern, meist von den Müttern. Es war elementarer Bestandteil der Erziehung. Wer nicht Kochen konnte, musste die Nachteile ertragen, Geschmackserlebnis und gute Gesellschaft hatten andere.

… oder Snacken

Da waren aber auch Nachteile für die Köche selbst. Sie waren die Dienstleiter für die Bequemen oder Faulen. Denn dieses gemeinsame Essen kostet auch erheblich Zeit und sorgt für allerhand Aufwand. Lebensmittel einkaufen und aufbewahren, Tisch decken, kochen, abspülen, sauber machen und vieles mehr. Arbeiten für den vollen Bauch und Wohlbefinden also. Die Zeit des Mittagessens in der Kantine, Fast Food bei irgendeiner der US-Ketten, Fertiggerichte aus der Tiefkühltruhe oder beim Lieblingsitaliener um die Ecke. Vieles war und ist immer noch im starken Wandel. Der Handel musste sich was einfallen lassen, um die Umsatzverschiebungen schmerzfreier auszugleichen. Snacks, Smoothies und ToGo waren geboren.

“obs/LIDL/Lidl”

Hoffnungstrend, oder?

Nicht nur, dass immer mehr ToGo-Produkte bei Edeka und Rewe und deren Partnern gelistet wurden, selbst Discounter sind auf den fahrenden Zug mit voller Power aufgesprungen. Eigene Einkaufswelten wurden in den Supermärkten geschaffen, möglichst in der Nähe des Eingangs. Self Scanning Kassen helfen noch mehr zu beschleunigen. Der Kunde soll so schnell wie möglich den Laden wieder verlassen können. Und ist der Bauch erst mal wieder voll gefressen, kommt der Kunde auch nicht so schnell wieder und belästigt unsere freundlichen Käse- oder Wurstverkäuferin hinter der Theke. Ja, das Snacking-Geschäft boomt. Zweistellige Wachstumsraten mit Käse- oder Salamisnacks, Salate oder Sushi. Gekühlte Mixgetränke oder Smoothies dazu, fertig ist der Einkauf. Ein kleiner Joghurt ist schon die Ausnahme. Die Roherträge oder Spannen sind bei diesen Produkten auch noch sehr ordentlich. Aber wer kauft denn die restlichen 30000 Food Artikel, oder gar Non Food? Die Lebensmittel Riesenflächen von Real, Globus oder Kaufland leiden.

Snacken geht noch lange

Bei Wachstumsraten von über 30% pro Jahr ist der Snacktrend noch lange nicht zu Ende. Der Lebensmittelhandel muss sich Gewaltiges einfallen lassen, um seine zahlungskräftigen Kunden auf dessen Flächen zu bringen. Unterhaltung und Bespassungen sind nur ein Teil der Aufgaben. Qualität und Beratung bleibt die Grundlage für eine gesicherte Zukunft. Nur spürbare Vorteile für Shoppen mit Freude bringen gesicherte Kundenfrequenzen.

Führt auch ihr die ToGo-Kunden schnell wieder vor die Tür? Schreibt uns auf Supermarkt Inside oder unsere Facebook Account.

Bilder: Archiv Supermarkt Inside

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