Henkel Freixenet will Pommery einkassieren!

Henkel Freixenet prüft Einstieg bei Champagner- Produzent Pommery. Zusammenschluss sichert  internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Die deutsch-spanische Sektkellerei Henkell Freixenet prüft derzeit einen möglichen Einstieg beim traditionsreichen französischen Champagnerhaus Maison Pommery.  Nach Angaben der beiden beteiligten Unternehmen laufen exklusive Verhandlungen in einem Zeitraum von zwei Monaten über eine strategische Partnerschaft, die Henkell Freixenet zum Mehrheitsaktionär von Pommery machen könnte. Die Verhandlungen könnten als ein bedeutender Schritt in der europäischen Schaumweinbranche gelten, da beide Unternehmen über starke Marken, internationale Vertriebsnetze und eine lange und bedeutende  Unternehmensgeschichte verfügen.

Maison Pommery gehört zu den bekanntesten Champagnerhäusern Frankreichs und hat seinen Sitz in der Champagner-Metropole Reims. Maison Pommery & Associés ist ein familiengeführtes Wein– und Champagnerhaus, gegründet von Paul-François Vranken. Seit seinen Anfängen vereint das Haus die legendären Champagnermarken Champagne Pommery , Champagne Vranken , Champagne Pompadour und Champagne Charles Lafitte .Das Unternehmen steht für hochwertige Schaumweine und gilt als einer der Pioniere des sogenannten Brut-Champagners und ist auch weltweit eine anerkannte Marke.

Übernahme durch Henkel Freixenet bringt mehr globale Präsenz.

Trotz seiner traditionsreichen Geschichte, sieht sich Maison Pommery seit einiger Zeit wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber. Die sinkende Nachfrage in einigen Märkten, höhere Kosten und eine hohe Schuldenlast haben das Unternehmen dazu veranlasst, nun aktuell nach strategischen Investoren zu suchen.  Laut Medienberichten zufolge belaufen sich die Verbindlichkeiten auf mehr als 750 Millionen Euro. Henkell Freixenet verbuchte 2025 nach eigenen Angaben einen Umsatzzuwachs von 0,5 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Für 2026 hofft das Unternehmen trotz Konsumflaute, US-Zöllen und Dollarschwäche auf ein erneutes Umsatzplus.

Für die deutsch-spanische Sektkellerei Henkell Freixenet könnte der Einstieg bei Pommery eine mehr als gute Möglichkeit sein, die eigene Position im Premiumsegment weiter auszubauen. Das Unternehmen zählt bereits heute zu den weltweit führenden Herstellern von Schaumweinen und verfügt über ein breites Portfolio aus Sekt-, Cava-, Prosecco- und Champagnermarken. Durch die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an Pommery würde Henkell Freixenet seine Präsenz im internationalen Champagnermarkt deutlich stärken und Zugang zu einer weiteren renommierten Marke erhalten. Gleichzeitig könnten beide Unternehmen von gemeinsamen Vertriebsstrukturen, Marketingaktivitäten und Einkaufsvorteilen profitieren.

Vorteile auch für Maison Pommery.

Foto: https://www.champagnepommery.com/startseite

Auch aus Sicht von Maison Pommery kann die mögliche Partnerschaft große Chancen bieten. Die finanzielle Stärke und die internationale Reichweite von Henkell Freixenet könnten dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des französischen Traditionshauses langfristig zu sichern. 

Gerade in einem Marktumfeld, das von verändertem Konsumverhalten, steigenden Produktionskosten und zunehmendem Wettbewerb geprägt ist, kann ein starker strategischer Partner entscheidende Vorteile bringen. 

Branchenexperten sehen daher in dem Vorhaben mehr als nur eine finanzielle Beteiligung. Vielmehr könnte ein europäischer Schaumwein-Konzern entstehen, der verschiedene Premium- und Massenmarktsegmente erfolgreich miteinander verbindet.

Aktuell steht noch nicht fest, wie die Gespräche verlaufen werden und ob es tatsächlich zu einer Einigung kommt. Beide Unternehmen betonen, dass die Verhandlungen ergebnisoffen verlaufen und noch zahlreiche Details geklärt werden müssen. 

Vor diesem Hintergrund der laufenden Verhandlungen wurde auch die Hauptversammlung, die über den Jahresabschluss 2025 beschließt, auf einen Zeitpunkt nach dem 30. Juni verschoben. Bis dahin werde Maison Pommery seine Geschäftstätigkeit im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs fortsetzen.

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