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Kaffeepreis im freien Fall

Mengendruck sorgt für niedrige Preise

Seit ca. 2 Jahren hat sich der Rohkaffeepreis fast halbiert. Die Rohwarenpreise waren bei knapp 2 $  und sind in jüngster Zeit teilweise unter 1 $ pro pound gefallen. So günstig gab es Kaffee schon lange nicht mehr an der Börse zu handeln. Grund dafür sind gute Ernten und weiterhin gute Ernteerwartungen. Insbesondere Südamerika wird seinen Absatz um über 20% steigern. Aber auch in Afrika oder Asien stehen sehr große Erntemengen zur Verfügung. Wer will den Kaffee alles trinken?

Falls diese Entwicklungen so weitergehen, werden die Erzeuger die Leidtragenden, die immer weniger für Ihre Arbeit bekommen.

Verbraucher freuen sich

Ganz im Gegensatz zu den Erzeugern können sich die Verbraucher in Deutschland über fallende Regalpreise freuen. Bedeutende Händler, wie Tchibo und Aldi haben bereits Zeichen gesetzt, alle anderen ziehen so schnell wie möglich nach. Auch die Aktionspreise kommen immer stärker unter Druck. Wann stehen die 1 kg Markenbohnen wieder unter 8,- € im Laden oder 500 g Markenröstkaffee und 3,-?

Gerade bei Kaffee ist die Kundensensibilität gewaltig groß. Die Umsatzanteile mit Aktionsware reichen bei diesen Artikeln fast an die 100% heran. Es wird kaum ein Händler geben, der die Veränderungen am Markt nicht begleitet oder sogar voran treibt. Die Einstiegspreislagen sind bereits gesenkt und weitere Senkungen könnten folgen.

Halleluja bei den Kunden, Weihnachten kann kommen. Und das im wichtigen Kaffeetrinkerland Deutschland.

Und die Handelsumsätze?

Fallende Preise führen in der Regel nicht automatisch zu dauerhaft steigenden Mengen. Schnell gewöhnt sich der Kunde wieder an das neue niedrigere Preisniveau. Preiserhöhungen sind dagegen viel schwerer umzusetzen und dauern deshalb auch deutlich länger. Die derzeit vorhandene Inflationsrate bei Lebensmitteln in Höhe von 2 bis 3% wird deshalb schnell gedrückt. Umsatzziele müssen wieder stärker über steigende Kundenanzahlen und höhere Mengen durch Marken- und Sortenveränderungen erreicht werden. Insbesondere für die Großflächen bedeutet eine solche Preisentwicklung wieder eine riesige Herausforderung. Die vielen fleißigen Hände in den Filialen sollen es richten. Größere Mengen in der gleichen Zeit bewältigen. Geht das?

Was ist eure Meinung. Berichtet über eure Erfahrungen.

 

Bilder: Prospektaufnahmen Aldi-Süd und Kaufland sowie Archiv Supermarkt-Inside

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