Digitalisierung

„Fluch oder Segen“- elektronische Regaletiketten im Handel

  • „Fluch oder Segen“- elektronische Regaletiketten im Handel

Wie auch im gesamten digitalen Bereich es immer mehr Veränderungen gibt, macht sich auch der stationäre Handel immer mehr Gedanken, sich zu verändern um besser zu werden.

Dazu gehört auch der professionelle Einsatz von moderner Preisauszeichnungstechnik. Die s.g. Electronic Shelf Label (ESL) sind elektronische Regaletiketten, die im Detailhandel für die Artikel- und Preisauszeichnung, sowie für die Anzeige von Produktinformation an den Verkaufsregalen im LEH eingesetzt werden.

Elektronische Regaletiketten: Gerade die Lebensmittelbranche lebt von ihren wöchentlichen Aktionen und der täglichen Preisdynamik.

Die Kunden erwarten auch, dass neben dem Normalsortiment die Aktions- und Werbewaren bei Ladenöffnung richtig und  entsprechend ausgezeichnet ist. Schließlich kommen vielen Kunden gerade auch wegen der Sonderpreise in den Markt. Bei Verwendung von Papier-Preisschilder heißt das viel Arbeit für die Mitarbeiter. Auch kommen bei dieser klassischen Preisauszeichnung mehr Fehler zustande. „Electronic Shelf Labels werden immer mehr die herkömmlichen, weniger flexiblen Regaletiketten aus Papier zukünftig ersetzen. Der Einsatz dieser digitalen Technik birgt viele Vorteile. Neuheiten oder Trendartikel können „auf Knopfdruck“ besser und effektiver am Regal angezeigt werden. Auch ist es leichter, erklärungsbedürftige Produkte besser anzubieten.

Zusammengefasst gibt es viele Vorteile wie z.b.:

  • Zeitersparnis durch einen schnellen Prozess
  • Ereignisgesteuerte Preisauszeichnung
  • Automatische Preisoptimierung möglich
  • Einsetzbar in fast allen Bereichen
  • Einsparung von Personalaufwand am Regal
  • Vernetzung mit verschiedenen digitalen Medien
  • Farbliche Anzeige, z.B. für Aktionen an Gondelträgern
  • ….

Die Kosten für elektronische Preisschilder hängen meist von der Projektgröße sowie von der Branche ab.

Die Kosten für elektronische Preisschilder bei großen Märkten sind zwischen 60.000 und 160.000 Euro anzusiedeln und aufwärts. Hierbei muss auch entschieden werden zwischen digitalen Preisschildern, die über eine Stromversorgung laufen oder die mit einer Batterie versorgt werden.

„Vorreiter“ Rewe

Als „Vorreiter“ der digitalen Preisauszeichnung in Deutschland ist an dieser Stelle sicherlich die „Rewe– Gruppe zu nennen, die schon seit 2013 auf die Umstellung ihrer Märkte mit der neuen Technologie, schrittweise, setzt. Problem wird sein: Aufgrund dass auch weitere Händler aktuell immer mehr auf „ELS“ setzen, kommt es auch zu Lieferschwierigkeiten und Engpässen. Dazu gibt es Probleme im internationalen Frachtverkehr durch teils Containermangel, sowie eine „angespannte“ Situation von elektronischen Komponenten. Der beste Weg ist, auf längere Sicht, Preisschilder vor zu bestellen, da auch Preiserhöhungen nicht ganz auszuschließen sind, auch wenn der Markt aktuell preisstabil ist.

Die Zukunft wird auf jeden Fall der digitalen Preisauszeichnung gehören. Welche Chancen seht ihr für den stationären Handel beim Einsatz von ESL?

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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

 

 

 

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