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Der Lidl- und Aldi-Schreck: MERE expandiert in Europa mutig weiter!

Dieser Beitrag ist Teil 8 von 11 in der Serie Mere

MERE startet jetzt auch in Griechenland!

Der  russische Discounter MERE startet im Laufe des Monats jetzt auch in GriechenlandWie informierte Quellen berichten, legen die agilen Discount-Macher von MERE jetzt auch in Griechenland los. Die ersten drei Märkte werden demzufolge bis Mitte Februar in Larissa, Tripolis und Lagada eröffnet.

80 neue Märkte in 2021?

Zwei weitere Discount-Standorte von MERE sollen wohl sehr kurzfristig folgen. Der Plan, der von diversen Retail-Profis als ehrgeizig eingestuft wird, sieht die Eröffnung von 80 weiteren Filialen in Griechenland bis Ende des Jahres vor. Wir halten diesen Plan für äußerst schwer realisierbar, aber auch nicht für unmöglich. Allerdings konnte MERE in den letzten zwei Jahren in Deutschland kaum eine Hand voll Märkte eröffnen. Der Eröffnungserfolg in Leipzig war wohl beachtlich aber danach gab es reichlich Eskapaden und die Expansion kam bis heute nicht richtig voran. 

MERE Märkte sind optisch ein Lager

MERE platziert die Produkte auf Paletten und in ollen Kartons. Zunächst startet das Unternehmen mit ca. 250 Artikeln in Griechenland mit einer einstufigen Strategie. Die zum Start angebotene Auswahl ist zum maßgeblichen Wettbewerber wie z.b. Lidl und Aldi in Griechenland als sehr überschaubar einzustufen. Aber auch die heimischen Wettbewerber bieten z.b. in einem kleinen Minimarkt schon über 400-500 Artikel an. In mittelgroßen Supermärkten werden über 3.500 Artikel angeboten. 

Mini-Sortiment mit Power-Preisen sollen die Griechen locken….

MERE hofft mit dem schlanken Sortiment überproportional preisaggressiv sein zu können. Die notwendigen Lieferanten sind offensichtlich an Board. Wer und wie viele eine Liefer-Vereinbarung unterzeichnet haben ist nicht bekannt. Die Zahlungen der Lieferanten erfolgen jedoch aus Cashflow-Gründen wöchentlich, abhängig vom Gesamtumsatz. Das heißt, wenn ein Lieferant Ware geliefert hat und ein Teil verkauft wurde, wird dieser innerhalb der folgenden Woche für die verkaufte Ware bezahlt. Falls die Produkte nicht verkauft werden, sollen diese ggf. an den Lieferanten zurückgesandt werden und die Versandkosten trägt dieser dann auch noch. Offensichtlich will Mere diese Art des Kommissionsgeschäft tatsächlich einführen, ob es gelingt bleibt für uns jedoch fraglich. Mere verkauft auch in Griechenland zunächst kein frisches Obst und Gemüse, frisches Fleisch und Fisch. 

Nach der schwachen Expansion in Deutschland haben die Macher von Mere ein neues Land für sich entdeckt. Ob die anspruchsvollen und bekanntgewordenen Expansionspläne umgesetzt werden können zeigt die Zeit. Aber Angst vor Lidl und Aldi haben die Russen offensichtlich nicht.

Was haltet ihr von den Plänen der Russen in Griechenland, realistisch oder Traum? Bitte schreibt uns indes auf Supermarkt Inside oder bei Facebook.

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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