Schwarz Gruppe

Prezero oder wie man Müll zu Gold macht

Prezero ist weiter auf Erfolgskurs

Nun mischt Prezero bei den ganz Großen mit

Die Schwarz-Gruppe gehört zu den größten europäischen Handelsunternehmen. In dieser Größe in der Lebensmittelbranche tätig zu sein, bedeutet auch eine große Menge an anfallenden Wertstoffen. Von Daher war es sehr clever von den Neckarsulmern, die Entsorgung selber in die Hand zu nehmen. 2019 waren es 2,7 Millionen Tonnen Wertstoffe. Davon konnten fast 2 Millionen Tonnen recycelt werden. Und nur 250.000 Tonnen wurden verbrannt. Prezero ist ein Tochter-Unternehmen der Schwarz-Gruppe. Wie praktisch. Denn durch das eigene Entsorgungsunternehmen werden Lidl und Kaufland zum besten Kunden. Ein durchaus erträgliches Kreislaufgeschäft nimmt seinen Lauf.

Prezero gelingt großer Deal mit Suez

Nun gibt es Neuigkeiten in der Entsorgungsbranche. Prezero ist vor einiger Zeit ein sensationeller Deal mit Suez gelungen. Allerdings müssen noch das Kartellamt und die Arbeitnehmer zustimmen. Dann wird Suez einen Teil seiner Entsorgungsaktivitäten an die Entsorgungstochter der Schwarz-Gruppe abgeben. Immerhin geht es um 6.700 neue Mitarbeiter an 125 verschiedenen Standorten. Betroffen sind Suez-Standorte in Deutschland, Polen, Luxemburg und den Niederlanden. Der Umsatz würde auf ca. 1,6 Milliarden Euro ansteigen. Und das Unternehmen wäre dann insgesamt für rund 10.300 Mitarbeiter verantwortlich. Diese verteilt auf Deutschland, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Österreich, Polen, Italien und die USA.

Prezero wäre dann ganz neu aufgestellt

Wenn der Deal so über die Bühne geht, kann Prezero bei den ganz Großen mitmischen. Brancheninsider der Entsorgungssparte rechnen mit einer Verdreifachung des Umsatzes. Suez und Schwarz sind zu Verbündeten geworden. Andere Unternehmen wie Veolia und Bellandvision sind auf der Hut. Mit Argusaugen betrachten sie die Entwicklungen um das Geschäft mit dem Müll.

Das Thema Müllentsorgung ist also nicht nur aus der Perspektive Nachhaltigkeit ein großes Thema. Nein, auch aus unternehmerischer Sicht geht es rund. Schreibt uns auf Supermarkt Inside oder bei Facebook wie ihr die Entwicklungen einschätzt.

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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