Mehr Brötchen für Lidl und Kaufland weltweit!

Schwarz Produktion baut Bonback massiv aus – 400 Millionen Euro für mehr Brot und Brötchen

Foto: SCHWARZ PRODUKTION STIFTUNG & CO. KG

Die Schwarz Produktion nimmt in Halle (Saale) viel Geld in die Hand: Rund 400 Millionen Euro fließen in die Erweiterung der Großbäckerei Bonback. Fünf neue Backlinien und ein riesiges Tiefkühl-Hochregallager sollen ab 2028 für deutlich mehr Kapazität sorgen.

Halle (Saale) wird zum nächsten großen Schauplatz der Eigenproduktionsstrategie der Schwarz Gruppe. Mit dem offiziellen Spatenstich hat die Schwarz Produktion den Startschuss für die umfangreiche Erweiterung ihrer Großbäckerei Bonback im Star Park Halle (Saale) gegeben.

Die Dimensionen des Projekts sind beachtlich: Rund 400 Millionen Euro sollen in den Ausbau des Standorts fließen. Geplant sind fünf zusätzliche Backlinien sowie ein Tiefkühl-Hochregallager mit rund 65.000 Stellplätzen. Die erweiterte Produktion soll 2028 in Betrieb gehen.

400 Millionen Euro für die Backwarenproduktion

Mit der Investition verfolgt die Schwarz Produktion ein klares Ziel: Die Produktionskapazitäten sollen deutlich wachsen und damit die Versorgung der eigenen Handelsunternehmen langfristig abgesichert werden.

Bonback gehört zur Schwarz Produktion, die als Produktionsplattform der Schwarz Gruppe unter anderem Lebensmittel für Lidl und Kaufland herstellt. Gerade bei stark nachgefragten Warengruppen gewinnt die Kontrolle über Produktion und Lieferketten zunehmend an strategischer Bedeutung.

Das gilt insbesondere für Brot und Backwaren. Hier treffen hohe Absatzmengen auf kurze Haltbarkeiten und entsprechend hohe Anforderungen an Produktion, Logistik und Verfügbarkeit.

Die neue Anlage soll deshalb nicht einfach nur größer werden – sie soll die gesamte Wertschöpfungskette leistungsfähiger machen.

Bis zu 400 neue Arbeitsplätze

Foto & Bildrechte: Schwarz Corporate Affairs

Neben den Produktionskapazitäten wächst auch der Standort personell. Nach Angaben der Schwarz Produktion können durch die Erweiterung bis zu 400 neue tarifgebundene Arbeitsplätze entstehen.

Damit ist das Projekt auch für den Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt von Bedeutung. Die Investition zählt zu den größeren Industrieprojekten der Region und zeigt gleichzeitig, dass die Lebensmittelindustrie trotz aller Automatisierung weiterhin ein relevanter Beschäftigungsfaktor bleibt.

Jörg Aldenkott, Vorstandsvorsitzender der Schwarz Produktion, bezeichnete den Spatenstich entsprechend als Startsignal für eine der bedeutendsten Industrieinvestitionen in Sachsen-Anhalt. Mit dem Projekt werde man nicht nur die Produktionskapazitäten erweitern, sondern auch der Verantwortung für die zuverlässige Versorgung von Millionen Menschen gerecht werden.

65.000 Tiefkühl-Stellplätze sind mehr als nur Lagerfläche

Besonders interessant ist der geplante Logistikbaustein. Das Tiefkühl-Hochregallager mit rund 65.000 Stellplätzen soll künftig große Mengen der produzierten Ware aufnehmen und automatisiert für die weitere Distribution bereitstellen.

Gerade dieser Punkt zeigt, dass die Investition in Halle über den Bau zusätzlicher Backöfen hinausgeht. Produktion und Logistik werden gemeinsam auf Wachstum getrimmt.

Für einen Handelskonzern mit den enormen Absatzmengen von Lidl und Kaufland ist das ein wichtiger Faktor. Denn eine leistungsfähige Eigenproduktion kann helfen, Lieferketten stabiler zu machen, Abhängigkeiten zu reduzieren und die Verfügbarkeit zentraler Produkte besser zu steuern.

Schwarz setzt auf mehr Eigenproduktion

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Der Ausbau von Bonback passt damit in eine größere Entwicklung innerhalb der Schwarz Gruppe. Über die Schwarz Produktion bündelt der Konzern zunehmend industrielle Kompetenzen und baut eigene Produktionskapazitäten in verschiedenen Lebensmittelbereichen aus.

Das strategische Kalkül dahinter liegt auf der Hand: Wer einen größeren Teil seiner Wertschöpfung selbst kontrolliert, kann Produktionsmengen, Qualität, Kosten und Lieferfähigkeit stärker beeinflussen.

Für den Lebensmittelhandel ist das angesichts geopolitischer Unsicherheiten, steigender Anforderungen an Lieferketten und der Diskussion um Versorgungssicherheit ein zunehmend wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Mit der Erweiterung in Halle setzt die Schwarz Produktion nun ein weiteres großes Ausrufezeichen.

Die Erdarbeiten sollen unmittelbar nach dem Spatenstich beginnen. 2028 soll dann aus der Baustelle eine deutlich größere Großbäckerei werden. Für Lidl- und Kaufland-Kunden dürfte das vor allem eines bedeuten: mehr Produktionskapazität für Brot und Backwaren – und damit ein weiteres Stück Absicherung der eigenen Lieferkette.

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