Schwarz Gruppe: Milliarden-Investition für Infrastruktur und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern

Geplante Milliarden-Investition in Infrastruktur und Digitalisierung: Mecklenburg-Vorpommern und Unternehmen der Schwarz Gruppe schließen wegweisende Partnerschaft

Foto: © 2025 Schwarz Digits / Schwarz-Digits-Datacenter-Luebbenau

  • Die Unternehmen der Schwarz Gruppe wollen bis 2033 bis zu 5,6 Milliarden Euro in den Bau eines Rechenzentrums investieren und stärken damit die kritische Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Digitale Souveränität: Die Investition soll die Entwicklung und den Betrieb von Cloud- und KI-Lösungen nach deutschem Recht und dadurch die Wertschöpfung in Deutschland und Europa fördern.
  • Nachhaltigkeit: Geplant sind die ausschließliche Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien im regulären Betrieb, die Entwicklung eines Fernwärmenetzes und modernste Luftkühlung für die ökologische Effizienz des Rechenzentrums.
  • Blaupause für Deutschland: Erste Leuchtturmprojekte der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns und Schwarz Digits sind die digitale Baugenehmigung und die Einführung von OpenDesk im Bildungsbereich.

Die Unternehmen der Schwarz Gruppe und die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern schlagen ein neues Kapitel für den Digitalstandort Deutschland auf: Im Rahmen einer Pressekonferenz verkündeten Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommern, und Gerd Chrzanowski, Komplementär Schwarz Gruppe, eine wegweisende Partnerschaft. Erklärtes gemeinsames Ziel ist es, Europa im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in die erste Liga zu bringen – mit Mecklenburg-Vorpommern als einem zentralen, souveränen Knotenpunkt. Die Partnerschaft beinhaltet zwei Schwerpunkte: ein Infrastrukturprojekt mit Rechenzentrum und die gemeinsame Entwicklung hochperformanter Digitallösungen für eine souveräne öffentliche Verwaltung des Bundeslandes.

Gerd Chrzanowski, Komplementär Schwarz Gruppe:

Foto: Schwarz Gruppe/Gerd Chrzanowski

Digitale Souveränität entsteht nicht durch Appelle oder Reden. Sie entsteht durch Handeln, durch verlässliche Infrastruktur und durch praxistaugliche Anwendungen. Wir warten nicht darauf, dass andere vorangehen. Wir übernehmen unternehmerische Verantwortung und investieren nachhaltig in die Zukunft des Standorts Deutschland.”

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern:

“Ziel der Landesregierung ist, dass wir unabhängiger von ausländischen Anbietern von Rechenzentren und Cloud- und KI-Anwendungen werden. Wir sehen die Investitionsentscheidung der Schwarz Gruppe deshalb auch als Möglichkeit für mehr Unabhängigkeit und mehr Datensicherheit. Unser Land wird in vielfacher Weise von dieser Investition profitieren.”

Potenzial für 1 Gigawatt Anschlussleistung

Vorbehaltlich der üblichen Genehmigungen wird das Rechenzentrum bis 2033 über eine Kapazität von 240 Megawatt verfügen. Die Kapazität planen die Unternehmen der Schwarz Gruppe einerseits für das eigene Ökosystem ein. Andererseits würde das Rechenzentrum die weitere Entwicklung und Skalierung souveräner IT-Lösungen stärken, gebündelt bei der IT- und Digitalsparte Schwarz Digits. Damit gibt es sehr konkrete Perspektiven, die Kapazität bis 2045 auf eine Anschlussleistung von 1 Gigawatt auszubauen.

5,6 Milliarden Euro für die Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern

Das aktuell in Aussicht stehende Grundstück für das Rechenzentrum liegt im Gewerbegebiet der Gemeinde Dummerstorf. Ein Vorteil von Norddeutschland ist die hohe Verfügbarkeit von nachhaltig produziertem Strom, unter anderem aus On- und Offshore Windkraft. Am angedachten Standort ist auch ein Anschluss an das 380-Kilovolt-Höchstspannungsnetz möglich. Höchstspannungstrassen machen den Transport großer Strommengen effizienter, die Netzentgelte sinken mit steigender Spannungsebene.

Darüber hinaus begünstigt das Klima eine effizientere freie Kühlung über Umgebungsluft. Es liegt eine Absichtserklärung mit den Stadtwerken Rostock zur Nutzung der Abwärme vor. Ziel ist es, die Abwärme des Rechenzentrums nachhaltig und zum Vorteil der kommunalen Wärmeplanung zur Verfügung zu stellen. Für ein anderes Rechenzentrums-Projekt der Unternehmen der Schwarz Gruppe im brandenburgischen Lübbenau hatten die beteiligten Parteien jüngst Verträge für ein gemeinsames Fernwärme-Konzept gezeichnet.

Das Projekt in Dummerstorf befindet sich in einem frühen Stadium, technische Spezifikationen sind noch nicht finalisiert – wie beispielsweise die genauen Anforderungen an die Zusammenstellung von Cloud- und KI-Microchips. Die Investitionen für die Kapazität von 240 Megawatt sind mit einem voraussichtlichen Investitionsvolumen von ungefähr 5,6 Milliarden Euro bepreist.

Blaupause für ganz Deutschland: Digitale Verwaltung und Bürgerservices

Gerd Chrzanowski, Komplementär Schwarz Gruppe, und Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern
Foto: Schwarz Corporate Affairs GmbH & Co. KG

Das geplante Rechenzentrum unterstreicht auch, dass die Zusammenarbeit der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern mit Schwarz Digits bei der Verwaltungsdigitalisierung langfristig angelegt ist. Gemeinsam befähigen die Partner eine moderne, effiziente und sichere digitale Verwaltung, die greifbare Vorteile für die Bürger sowie die Wirtschaft bringt.

Noch im Jahr 2026 sollen wegweisende technische Anwendungen in die öffentliche Verwaltung des Landes eingebracht werden. Dazu gehören die digitale Baugenehmigung auf der souveränen Cloud-Plattform STACKIT sowie die Einführung von openDesk, beginnend mit sicheren, voll verwalteten Lehrerarbeitsplätzen im Bildungsbereich.

Die Zusammenarbeit ist als skalierbares und übertragbares Leuchtturmprojekt konzipiert. Die entwickelten Lösungen sollen nicht nur Mecklenburg-Vorpommern modernisieren, sondern als Blaupause für die gesamte Bundesrepublik Deutschland dienen.

Content: Pressemitteilung von Schwarz Corporate Affairs GmbH & Co. KG

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