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Investitionen am Handelsimmobilienmarkt in 2021 rückläufig

Investitionen am Handelsimmobilienmarkt in 2021 rückläufig – Chancen in 2022 für leichte Erholung in Sicht.

Foto: Nicolas Kersten Ehemaliger Real in Heinsberg, der früher Allkauf war, heute hängen die Schilder noch

Fakt ist, dass die Gesamtbilanz des Retail-Investmentmarkts des abgelaufenen Jahres 2021, der mit einem Transaktionsvolumen von gesamt knapp 9 Milliarden Euro beziffert wird, einen starken Rückgang von ca. 24 Prozent zum Vorjahr 2020, zu verzeichnen hatte.

Handelsimmobilien für die Nahversorgung bleiben gefragter, größere Shoppingcenter dagegen stecken in der Krise. Viele Investitionen sind hier noch offen.

Die nun schon seit ca. zwei Jahren anhaltende Corona- Pandemie hat den gesamten Einzelhandel getroffen. Je nach Branche sind die Auswirkungen oder Verluste sehr unterschiedlich. Handelsimmobilien für die Nahversorgung bleiben gefragter, größere Shoppingcenter dagegen stecken in der Krise. Die teils dramatischen Umsatzverluste und – ausfälle führten auch dazu, dass selbst gesunde Firmen im Einzelhandel in ihrer Existenz bedroht sind. Dies betrifft u.a. die Modebranche, Parfümerien oder auch Möbelhäuser, die in einem Lockdown schließen mussten. Der Lebensmittelhandel, Drogerien oder Garten- und Baumärkte hatten hier in 2021 zu 2020 noch gute Umsatzzahlen zu verzeichnen. Sicher hat das auch einen großen Einfluss auf den Handelsimmobilienmarkt. Im letzten Jahr wurden gesamt ca. 9 Milliarden Euro an Immobilien gehandelt. 23 Prozent liegt damit das Transaktionsvolumen hinter dem Vorjahr zurück. Der schlechteste Wert seit dem Jahre 2014. 

Viele Experten sehen die Krise in 2021 als neue Chance für Veränderungen im laufenden Jahr.

Der Retail-Investmentmarkt entwickelte sich in der zweiten Hälfte des abgelaufenen Jahres besser. Mit einem Umsatz von über 5,9 Mrd. Euro lag das Volumen laut einer Analyse von BNP Paribas Real Estate 16 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die BNP Paribas Real Estate Deutschland GmbH ist ein führender internationaler Immobiliendienstleister mit Sitz in Düsseldorf. Das Unternehmen ist in 30 Ländern präsent und liefert mit rund 5.000 Mitarbeitenden an eigenen Standorten sowie mit Allianzpartnern lokalen Service. Viele Arten von Investitionen sind hier guten Händen.

Eines muss an dieser Stelle deutlich gesagt sein: Zukünftig ist die Politik mehr gefordert als bisher. Sie muss in den kommenden Jahren in erster Linie ihr Augenmerk vor allem auf die Förderung  von Innenstädten und deren Flächen, legen. Um die Attraktivität der Städte zu erhalten, sind hier mehr Unterstützungsmaßnahmen notwendig. Viele Vermieter sollten hier helfen und sich damit auch auf sinkende Mieten einstellen. Weniger Mieteinnahmen kann auch zukünftig eine neue Chance sein, wenn sich hierdurch zusätzliche oder auch Neumieter ansiedeln. Größere Bandbreite und Vielfältigkeit des Handels kann hier zu Belebungen des Marktes führen.

Dazu kommt, dass immer mehr Online- Lieferdienste auch Bürogebäude oder auch weitere Lagerflächen in Innenstädten aktuell suchen. Der deutsche Markt ist hier für diesen neuen Trend seit „Corona, besonders begehrt und attraktiv. Dazu kommt, dass immer mehr Lieferdienste auch Kooperationen mit deutschen Supermärkten eingegangen sind oder eingehen wollen.

Fakt ist, dass die positive Belebung des Marktgeschehens bei Immobilien aus dem  zweiten Halbjahr 2021 einen Auftrieb für das gesamte Jahr 2022 geben könnte.

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Bilder: Archiv Supermarkt-Inside

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