Action erobert Slowenien: Wie der Nonfood-Discounter seinen Expansionskurs beschleunigt

Foto: Supermarkt-Inside bei Action
Vom ersten Standort zur internationalen Erfolgsgeschichte: Ein historischer Blick auf Actions Eintritt in den slowenischen Markt – und auf das Prinzip hinter der rasanten Expansion.
Der agile Nonfood-Discounter hat sich schon früh als einer der dynamischsten Expansionshändler Europas positioniert. Ein Blick auf einen älteren Pressebericht zeigt eindrucksvoll, wie konsequent das Unternehmen seine internationale Strategie verfolgt hat: Mit der ersten Filiale im slowenischen Velenje erschloss Action einen weiteren Markt und war damit bereits in 16 Ländern vertreten.
Velenje als Startpunkt für den slowenischen Markt
Die erste slowenische Action-Filiale eröffnete in Velenje im Norden des Landes. 19 Mitarbeiter waren dort zum Start beschäftigt. Doch Action beließ es nicht bei einem einzelnen Teststandort. Bereits für den 1. Oktober war die Eröffnung einer zweiten Filiale in Maribor vorgesehen.
Dieses Tempo ist charakteristisch für das Expansionsmodell des Discounters. Neue Länder werden nicht nur punktuell erschlossen, sondern möglichst schnell mit einem wachsenden Filialnetz bearbeitet. Die Botschaft dahinter ist klar: Action will nicht nur präsent sein – der Händler will im jeweiligen Markt schnell eine relevante Größe erreichen.
16 Länder und rund 3.500 Standorte

Foto: Supermarkt-Inside bei Action
Besonders beeindruckend wird die Entwicklung im internationalen Vergleich. Zum Zeitpunkt des Berichts war Action bereits in 16 Ländern mit rund 3.500 Standorten vertreten. Gleichzeitig meldete das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 14 Prozent im ersten Halbjahr auf 8,3 Milliarden Euro.
Das zeigt, welche Dimension das Geschäftsmodell inzwischen erreicht hat. Action setzt dabei auf ein Sortiment, das sich deutlich vom klassischen Lebensmitteleinzelhandel unterscheidet: Haushaltsartikel, Dekoration, Hobbybedarf, Saisonprodukte und zahlreiche weitere Nonfood-Artikel werden zu günstigen Preisen angeboten.
Gerade diese Kombination aus niedrigen Preisen, ständig wechselnden Artikeln und einem vergleichsweise kleinen Filialformat macht Action für viele Kunden interessant. Der Einkauf wird zum Entdeckungsbesuch – denn beim nächsten Mal kann das Sortiment bereits wieder völlig anders aussehen.
Warum Action für den europäischen Handel so interessant ist
Aus Sicht des europäischen Einzelhandels ist die Expansion des Non-Food Discounter deshalb besonders spannend. Während klassische Supermärkte vor allem über Lebensmittelkompetenz, Frische und Markenvielfalt um Kunden kämpfen, besetzt Action eine andere Nische: den preisorientierten Nonfood-Spontankauf.
Die Expansion nach Slowenien war damit weit mehr als die Eröffnung einer einzelnen Filiale. Sie steht beispielhaft für eine Strategie, mit der Action Schritt für Schritt neue Märkte erschließt und sein europäisches Filialnetz verdichtet.
Für den Lebensmittelhandel ist das ein wichtiges Signal: Der Wettbewerb um Frequenz und Kundenbudget findet längst nicht mehr ausschließlich zwischen Supermärkten und Discountern statt. Auch internationale Nonfood-Konzepte wie Action greifen immer stärker auf das gleiche Portemonnaie zu.
Was haltet ihr von diesem spannenden Thema? Bitte schreibt uns indes eure Meinung auf Supermarkt Inside.
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