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Deutsche Erbeeren satt, jetzt zu Pfingsten noch mehr Umsatz.

In der Pfingstwoche brummt es in der Obst und Gemüse-Abteilung

Gerade vor Pfingsten haben die Erdbeeren, Spargel, Rhabarber und Co. Hochsaison. Obwohl die Festtage 2018 schon in der KW 20 beginnen und damit 2 Wochen früher als im Vorjahr, ist ausreichend Ware da.

Allerdings halten sich die großen Wettbewerber mit Preisaktionen rund um die sensible Frucht in der Pfingstwoche zurück. Keiner der “BIG FIVE” bewirbt die Erdbeeren in der KW 20 in 2018. Die Preis liegen per Kilo zwischen 4,50 € und 8,00 € deutlich über Pfingsten im Vorjahr. Dem entsprechend will man offensichtlich das frühe Pfingsten dazu nutzen, etwas Wertschöpfung mit der starken Saisonfrucht zu generieren.

Jedoch konnten wir in den letzten Tagen schon einige aggressive Aktionen im Handel beobachten, allerdings war die Warenverfügbarkeit hier oftmals nicht sichergestellt.

Des weiteren haben wir auch wieder viele tolle Aktivitäten zur Vermarktung von regionaler Ware gesehen. Solche Ideen können zu mehr Wertschöpfung mit einem ganz sensiblen Produkt beitragen.

In den nächsten Wochen erleben wir den absoluten Erdbeeren-Hyp des Jahres. Es wird wärmer, es kommt mehr Ware auf den Markt und die Kunden wollen jetzt heimische Erdbeeren verzehren.

Auch die Bäcker mit all ihren Produkten machen richtig Power und wollen sich eine große Scheibe vom Umsatzkuchen abschneiden.

Für unsere Supermarkt-Inside-Leser haben wir unsere beliebte “5 Punkte Erdbeeren-Checkliste” nochmals bereitgestellt.

5 Punkte Erdbeer-Checkliste:

1. Sortiment festlegen:

Schon lange besteht das Erdbeergeschäft nicht nur aus der 500 gr. Discountschale. Je nach Saisonverlauf sind unterschiedliche Gebinde-Größen und Sorten auf dem Markt. Hier kann man zur Abrundung  ein wesentlich  vielfältigeres Erdbeer-Sortiment vorhalten. Gerade zu Saison-Höhepunkten wie Ostern, Muttertag und Pfingsten kann man mit Artikeln von San Luca oder auch aus dem Bio-Segment das Geschäft spannenrelevant aufmotzen.

2. Bestell- und Lieferrhythmus:

Die Erdbeeren sind auf jeden Fall ein Tagesartikel, d.h. die Ware muss bis Geschäftsschluss verkauft werden. Für die Disposition ist daher von absoluter Notwendigkeit, den Wetterbericht für den nächsten Tag anzuschauen. Dementsprechend kann man dann die Dispositionsmengen festlegen. Hier gilt: Bei gutem Wetter und Ware in bester Qualität sind Spitzen-Abverkäufe realisierbar. Wichtig: Sobald die Liefermengen gekürzt werden oder es zu Qualitätsproblemen kommt, muss ein Ersatzlieferant zur Verfügung stehen.

3. Platzierung:

Erdbeeren sind in der Regel ein absoluter Impulskauf-Artikel. Demzufolge muss die Ware im absoluten Kundenlauf auf einer exponierten Fläche platziert werden. Eine Verbundplatzierung mit Ergänzungssortimenten wie verschiedene Tortenböden, Sprühsahne, Gelatine und Deko-Artikeln sind empfehlenswert. Im Laufe des Frühlings erweitert sich das Beeren-Sortiment doch deutlich. Die gesamte Vielfalt muss für den Kunden schnell erlebbar sein. Es ist deshalb günstig das ganze Thema im Block zu platzieren.

4. Qualität und Ordnung:

Eure Kunden beschäftigen sich intensiv mit der Auswahl der Ware. Da wird ein Teil der Warenbelegung durchgewühlt, schließlich führt das nicht zur Qualitätsverbesserung. Hier ist es notwendig, dass sich ein Mitarbeiter regelmäßig um die Platzierung kümmert. Wir wollen jederzeit eine saubere, ansprechende Belegung dem Kunden präsentieren, sodass über den ganzen Tag die maximale Umsatzchance wahrgenommen werden kann.

5. Ausstieg, Preissenkung:

Wichtig: Erdbeeren müssen bis Geschäftsschluss verkauft werden. Jeden Morgen muss frische Ware kommen. Wird die Vortagsware untergemischt, beginnt in wenigen Stunden eine große Schmiererei, also ein absolutes No-Go. Stellt sich im Laufe des Tages heraus, dass zu viel Ware da ist, gilt die Regel der  erste Verlust ist der kleinere, d.h. rechtzeitige Preisreduzierung.

Wir wünschen euch viel Erfolg während der Erdbeer-Kampagne.

Habt Ihr noch Tipps und Tricks oder sonstige Kommentare zu diesem Thema, dann bitte hier kommentieren.

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside
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