Rumänien bleibt für die Schwarz Gruppe ein wichtiger Wachstumsmarkt – aber das Umfeld wird deutlich härter.

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Rumäniens Einzelhandel steht unter Druck: Inflation, ein schwacher Leu und sinkende Marktvolumina machen den Markt zunehmend anspruchsvoll. Trotzdem investiert die Schwarz Gruppe weiter kräftig. Kaufland hat gerade den 200. Markt eröffnet, während Lidl seinen Marktanteil deutlich ausbauen konnte.
Rumänien bleibt für die Schwarz Gruppe ein wichtiger Auslandsmarkt – auch wenn die Zeiten zweistelliger Wachstumsraten offenbar vorbei sind. Kaufland hat in dem Land inzwischen die Marke von 200 Filialen erreicht und plant bereits weitere Standorte. Der deutsche Handelskonzern setzt damit trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konsequent auf weiteres Wachstum.
Dabei ist der rumänische Lebensmittelhandel derzeit alles andere als einfach. Nach offiziellen Angaben ist der Einzelhandelsmarkt im ersten Halbjahr 2026 um mehr als 5 Prozent geschrumpft. Gleichzeitig liegt die Inflation bei rund 7 Prozent. Hinzu kommt der Wechselkurs: Der rumänische Leu hat gegenüber dem Euro zuletzt rund 3 Prozent an Wert verloren.
Das belastet insbesondere Unternehmen, die Waren aus dem Euroraum beziehen. Aber auch die Verbraucher spüren die Situation. Viele laufende Verträge – beispielsweise für Mobilfunk oder Wohnungen – werden in Euro abgeschlossen, während die Einkommen überwiegend in der Landeswährung erzielt werden. Die Kaufkraft steht damit zusätzlich unter Druck.
Kaufland behauptet sich

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Trotz dieses schwierigen Umfelds konnte Kaufland seine Position leicht verbessern. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Marktanteil um 0,1 Prozentpunkte auf 15,8 Prozent. Damit bleibt Kaufland die Nummer zwei im rumänischen Lebensmittelhandel.
Das Wachstum fällt allerdings deutlich moderater aus als in früheren Jahren. Im Geschäftsjahr 2025/26 konnte Kaufland seinen Umsatz um knapp 6 Prozent auf rund 4,2 Milliarden Euro steigern. Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist das weiterhin eine solide Entwicklung.
Kaufland versucht dabei, mit einer klaren Preisstrategie Frequenz zu sichern. Rund 500 besonders häufig gekaufte Produkte wurden nach Unternehmensangaben um bis zu 40 Prozent im Preis reduziert. Das Ziel ist eindeutig: Kunden sollen trotz sinkender Kaufkraft weiterhin regelmäßig bei Kaufland einkaufen.
Auch regionale Produkte bleiben ein wichtiger Bestandteil der Strategie. Kaufland will lokalen Produzenten weiterhin den Zugang zu seinen Regalen erleichtern und damit Regionalität als Wachstumstreiber nutzen.
Lidl gewinnt weiter Marktanteile
Noch dynamischer entwickelt sich innerhalb der Schwarz Gruppe allerdings Lidl. Der Discounter konnte seinen Marktanteil im ersten Halbjahr 2026 um 0,8 Prozentpunkte auf 21,7 Prozent steigern.
Damit liegt Lidl in Rumänien inzwischen deutlich vor Kaufland und ist Marktführer. Für das laufende Jahr plant der Discounter zudem rund 40 weitere Filialen. Das zeigt, wie groß das Vertrauen der Schwarz Gruppe in den rumänischen Markt weiterhin ist.
Allerdings stoßen auch die Discounter laut Marktkennern inzwischen an Grenzen. Die schwierige wirtschaftliche Lage trifft zunehmend alle Formate. Auch große Hypercash-Formate leiden darunter, dass Verbraucher weniger Vorratskäufe tätigen.
Neben Lidl konnte auch Penny seinen Marktanteil ausbauen. Die Rewe-Tochter steigerte ihn um 0,6 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent. Zu den Verlierern zählen dagegen unter anderem Mega Image sowie die Carrefour-Märkte, die inzwischen vom rumänischen Baumarktbetreiber Paval übernommen wurden.
Schwarz bleibt auf Wachstumskurs

Foto: Kaufland / Kaufland in Bukarest
Für die Schwarz Gruppe ist die Botschaft dennoch klar: Rumänien bleibt ein strategisch wichtiger Markt. Kaufland baut sein Filialnetz weiter aus, Lidl wächst ebenfalls und gewinnt Marktanteile.
Der Markt zeigt gleichzeitig, wie sich die Prioritäten im europäischen Lebensmittelhandel verändern. Nicht allein Expansion entscheidet über Erfolg. Preis, Frequenz, regionale Sortimente und ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis werden für die Händler immer wichtiger.
Rumänien ist damit längst kein Selbstläufer mehr. Für Schwarz scheint der Markt aber trotz Inflation, Währungsschwäche und rückläufigem Gesamtmarkt weiterhin sehr attraktiv zu sein.
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