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REWE mit deutlichem Wachstum.

REWE konnte die Erlöse um 6,7 Prozent steigern

Ein solides Wachstum konnte REWE-Chef Lionel Souque bei seiner ersten Bilanzpresssekonferenz vermelden. Nicht zuletzt dank einer besonders starken Entwicklung des Supermarktgeschäftes. Hier wurden trotz der harten Konkurrenz durch die Discounter 15,5 Prozent mehr erwirtschaftet als im Vorjahr insgesamt konnte die REWE-Gruppe ihre Erlöse um 6,7 Prozent steigern. Im Jahr 2017 wurde ein Nettoumsatz von 57,8 Milliarden Euro erzielt.

Starkes Wachstum durch Zukäufe.

Vor allem durch verstärkte Aktivitäten im Bio- und Convinience-Bereich kamen die REWE-Märkte allein auf ein Wachstum von 5,8 Prozent. Einen maßgeblichen Teil des Mehrumsatzes, ca. 1 Mrd. Euro, lieferten die 64 Kaiser´s-Tengelmann Märkte und die 164 Sky Filialen. Mit deren Umbau hat REWE kürzlich begonnen. Dank der neuen Märkten wird REWE seine bisher schwache Präsenz in Berlin, Schleswig-Hollstein und Mecklenburg-Vorpommern stärken. Der Preis dafür sind aber die Kosten für Integration und Modernisierung, die den Gewinn verringern. Und daran wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern.

SKY-Filialen sind das Hauptproblem.

So jedenfalls sieht es REWE-Chef Lionel Souque. Er rechnet frühestens für das Jahr 2021 mit einem positiven Ergebnis für die Filialen, die einem Gemeinschaftsunternehmen von REWE und COOP gehören. Streit gibt es zwischen den beiden Anteilseignern darüber, wie schlecht die Lage wirklich ist. Verständlich. Denn das Ergebnis hat Auswirkungen auf die Beteiligungsquote. Fällt der Verlust zu einem bestimmten Stichtag höher aus als bisher ausgewiesen, steigt der REWE-Anteil. Die Schwierigkeiten sind vielfältig. Von der Zentrale über die Logistik bis hinein in die Warenwirtschaft reichen die Baustellen. Ein weiteres Problem sind die vielen Märkte mit Investitionsstau. Inzwischen sind mehr als 30 Märkte auf REWE umgestellt. Dort sieht man bei REWE zweistellige Umsatzsteigerungen. Besonders hoch fällt das Wachstum in Ostdeutschland mit 20 bis 30 Prozent aus.

 

 Bei Kaiser´s sieht es deutlich besser aus.

Die Lage ist bei den Kaiser´s Märkten in Berlin entspannter. Die Umsätze sind in den Märkten, die REWE nach hartem Kampf mit Erzrivale EDEKA übernehmen konnte, um 15 bis 30 Prozent gestiegen. In einigen Filialen sogar um 40 Prozent. Grund dafür sind Umbau und Preissenkungen. Schon ab 2019 sieht Souque hier keine Belastungen mehr für den Konzern.

Gewinnrückgang durch die Neuzugänge.

Mit einer von REWE auf 103 Millionen Euro bezifferten Belastung drücken die Neuzugänge deutlich auf den Gewinn. Berücksichtigt man die positiven Beiträge, die das Gemeinschaftsunternehmen mit REWE Dortmund beisteuert, dürften die tatsächlichen Belastungen noch höher sein. Denn diese sind in der Summe auch enthalten. Letztendlich sank das operative Ergebnis des Konzerns, ohne die selbstständigen Kaufleute und Beteiligungen, um rund die Hälfte. Jedoch hatten sich im Vorjahr unter anderem Steuerrückzahlungen positiv ausgewirkt. Bereinigt um Sondereffekte stieg das Ergebnis um 3,5 Prozent auf 594 Millionen Euro.

 

Wer von euch ist bei Rewe dabei und freut sich über die tolle Entwicklung? Kommentiert bitte hier…

 

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

 

 

 

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