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Express Kassen bei Kaufland – SCO in Deutschland

Alle sind scheinbar für Selfscanning und trotzdem geht es nur langsam voran

Gerade in der Kassenzone entstehen im Lebensmitteleinzelhandel hohe Personalkosten. Dem zu Folge bemühen sich fast alle Wettbewerber die immer zu besetzende Kassenzone während der immer längeren Öffnungszeiten zu optimieren. Gerade Großflächen und Supermärkte sehen hier ein enormes Potential. Die verfügbaren Systeme sind schon lange marktreif, zum Pflücken sozusagen. Dies wird in England, Frankreich, Tschechien und ganz Skandinavien überdeutlich. Trotzdem tut sich der deutsche Handel seit Jahren schwer.

Was denkt der Kunde über Selfscanning?

Viele entscheiden sich schon zu Beginn des Einkaufes. Je nachdem, wieviel eingekauft wird, und die Erfahrung mit den Warteschlangen spielen eine wichtige Rolle. Zeitersparnis und mehr Komfort beim Handling mit den Einkäufen erscheinen verlockend. Nach dem positiven Erleben kommen die Selbstbestätigung „Ich kann das“ und damit ggf. auch schon die Vorentscheidung für den nächsten Besuch. Trotz der geringen Verfügbarkeit ist die Zufriedenheit bereits sehr hoch.

Wie urteilen die Mitarbeiter?

Die neue Aufgabe ist ungewohnt. Aufsicht, Kontrolle oder Support? Die positive Einstellung zu den neuen „Kassen“ wird insbesondere dadurch unterstrichen, dass über 90 Prozent die SCO’s auch für die eigenen Einkäufe benutzen. Durch die Nähe zum System werden aber auch immer wieder technische Unzulänglichkeiten bei der Sicherheitswaage oder auch die Handhabung von loser Ware reklamiert.

Was sagen die Hersteller?

Egal wen man von dieser Seite fragt, alle bieten im Selbstbild technisch ausgereifte Systeme an. Seit Jahren wird versucht, die SCO-Systeme flächig in den deutschen LEH zu bringen. Mittlerweile bieten führende Hersteller auch einen fast serienreifen Tunnelscanner an, dieser könnte dann auch im Discount für einen eventuellen Durchbruch sorgen.

Und die Händler?

Woher kommt die Zurückhaltung? Die Investition ist nicht unerheblich, soviel steht fest. So mancher Controller in den Zentralen hat die Systeme schon schnell „totgerechnet“ bekommen.
Im deutschen Handel herrscht die Grundmeinung, SCO immer nur als Ergänzung anzubieten. Die Wahlfreiheit für den Kunden wird als wichtiges Kriterium angesehen. So gestalten dann auch die großen deutschen SB-Warenhäuser wie Kaufmarkt, Kaufland, Real, Globus und Rewe & Edeka Center die modernen Kassenzonen.

Die wirklichen Gründe

Unsicherheit und fehlende Beratung! Die bestehende Kassenzone soll in den meisten Fällen ohne generellen Marktumbau neu gestaltet werden. Aber wie sieht die optimale Konfiguration für einen konkreten Markt aus? Hier liegt auch der Schlüssel zum Erfolg und die Wirtschaftlichkeit begründet. Dementsprechend bleibt auch noch abzuwarten wie sich die großen Discounter zu diesem Thema aufstellen. Netto testet mittlerweile in einigen Märkten verschiedenste Lösungsansätze.

Kaufland optimiert die Kassenzone, jetzt mit Express Kassen

Schon seit Jahren experimentieren die Macher der Schwarz Großflächen Sparte an der Kassenzone rum. In vielen Märkten wurden in den letzten Jahren SCO Terminal eingebaut. Gerade in umgebauten Märkten haben diese Installationen einen erfolgreichen Auftritt.

Jetzt haben diese Anlagen einen neuen Namen, “Express Kassen”. Dieser Name steht für eine klare Botschaft: Kunden mit kleinen Einkauf sind hier willkommen.

Das System scheint von den Kunden gut angenommen zu werden, an unserem Besuchstag waren viele der SCO Terminals mit Kunden belegt. Das neu installierte Austritts-Gate das wir in einigen Märkten gesehen haben sorgt offensichtlich für einen geordneteren Kundenaustritt.

Dem zu Folge ist Kaufland mit der Weiterentwicklung der Kassenzone der Zukunft wieder ein Stück weiter gekommen. Es bleibt allerdings nach wie vor spannend mit welchen Lösungen wohl die zwei großen Discounter Aldi und Lidl in den nächsten Jahren auftreten.

Wie seht Ihr die Entwicklung rund um die Kassenzone? Bitte kommentiert hier oder bei uns auf Facebook.

 

Bilder: Archiv Supermarkt-Inside

 

 

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