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Sky/Rewe will Position im Norden stärken.

Dieser Beitrag ist Teil 64 von 71 in der Serie Rewe

Privatisierungsoffensive bei den ehemaligen Sky- Märkten – Rewe will Position im Norden stärken

Foto: Rewe/ Jürgen Arlt

Nach der insgesamt erfolgreichen Integration der ehemaligen Sky. Märkte hat die Rewe nun weitere Ziele im Auge. Nachdem vor ca. drei Jahren die Sky- Märkte von Coop Kiel übernommen wurden, sollen nun Märkte an selbständige Kaufleute in der Rewe- Gruppe übergeben werden. Man erwartet hier Umsatzzuwächse, da in den letzten Jahren die von Kaufleuten geführten Märkte eine bessere Entwicklung, als Regiemärkte aufzeigten. Wie viele Standorte nun in die Privatisierung kommen, ist noch unklar. Aktuell laufen wohl  schon Gespräche mit Marktleitern, die in die Selbständigkeit gehen möchten und Kaufleuten, die bereits Märkte selbständig betreiben. Bis zum Ende 2021 hatte Rewe über 1900 Märkte, die von selbständigen Kaufleuten gemanagt wurden, bei einer Gesamtanzahl der Filialen von 3602. Hier ist das Ziel ca. 100 Märkte pro Jahr an Selbständige abzugeben.

Rewe fördert Unternehmertum.

Es ist längst bewiesen, dass Geschäfte, die von selbständigen Kaufleuten geführt werden, dynamischer und häufig auch erfolgreicher sind. Auch die Edeka ist hier schon länger in der Erfolgsspur. Der selbstständige Einzelhandel bildet bei Edeka  das Kerngeschäftsfeld des Verbunds und war wie in den Vorjahren der Wachstumsmotor. Die rund 3.600 selbständigen Kaufleute erwirtschafteten mit ihren 5.689 Standorten im Geschäftsjahr 2020 einen Erlös von 33,1 Mrd. Euro und damit ein Plus von 14,2 Prozent.

Ehemalige Sky- Märkte privatisieren….

Es ist für Rewe eine große Herausforderung nun die Privatisierung voran zu treiben. Immerhin sind bereits ca. 120 Millionen Euro für Modernisierungen der alten Sky- Märkte ausgegeben. Das hatte sich gelohnt, konnten doch die Umsätze hier teils zweistellig  gesteigert werden. Es bleibt abzuwarten, wie der weitere Weg ist, da Rewe in den nördlichen Landesteilen nicht so viele selbständige Kaufleute hat, die problemlos Märkte dazu nehmen könnten. Auch spielt die wirtschaftliche Gesamtsituation eine große Rolle bei der Vergabe von Märkten. Bei der Edeka halten die Kaufleute 100 Prozent an ihrem Standort, bei Rewe behält man meist 20 Prozent an den Geschäftsanteilen.Interessant ist es für Kaufleute auf jeden Fall, ist das Rewe-Konzept aus Unternehmenssicht bei einer Übernahme vergleichsweise risikolos.

Mehr Privatisierung auch bei Billa

Auch im Nachbarland Österreich strebt Rewe mehr Privatisierung an. Hier betrifft es die Rewe- Tochter Billa („billiger Laden“). Billa ist ein österreichisches Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels mit Sitz in Wiener Neudorf. Das Unternehmen ist bereits seit 1996 im Besitz der Rewe Group.  Rewe betreibt allein in Österreich 2095 Lebensmittelgeschäfte bei einem Umsatz von über 8 Milliarden Euro (Stand 31.12.2021). Zum weiteren Ablauf möglicher Privatisierungen gibt es noch keine genauen Details.

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Bilder: Archiv Supermarkt-Inside

 

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