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Schlanke Kohlköpfe und Apfelschwemme

Obst und Gemüse, der Frischemagnet

wie wichtig eine funktionierende Frischeabteilung mit Obst und Gemüse für jeden Händler ist, muss keinem Spezialisten im Lebensmittelhandel erklärt werden.

Die ungestörte Wachstumsphase ohne Fröste und Unwetter aber auch lang anhaltende hohe Temperaturen und Trockenheit bringen die Märkte für Obst und Gemüse in erhebliche Veränderungen. Während Kernobst und Citrusfrüchte durch gute Ernteerträge teilweise deutlich günstiger, als im Vorjahr angeboten werden, stiegen die Preise für Gemüse und Kartoffeln erheblich. Versorgungsengpässe wird es aber mit Sicherheit keine geben, obwohl die Erntemengen um rund 20% niedriger sein. Die angebotenen Größen oder Kaliber werden im Durchschnitt kleiner ausfallen, als in den Vorjahren. Bei den Qualitäten sind grundsätzlich keine negativen Entwicklungen zu erwarten, obwohl bereits heute bei Kernobst feststellbar wird, dass die Haltbarkeit oder storelife reduziert ist. Trotzdem dürfen wir erwarten, dass unsere Obst und Gemüseabteilungen, wie in den Vorjahren, Glanz und Frische in unsere Läden bringen und jedes Händlerherz erstrahlen lassen.

Wie reagiert der Kunde auf diese Veränderungen?

Es ist schon möglich, dass die teilweise bis zu 30% höheren Preise unsere Kunden abschrecken. Insbesondere bei Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Gurken, Kohlgemüse sind die Erhöhungen am Regal deutlich zu spüren. Gleichzeitig ist die angebotene Ware auch noch deutlich kleiner, als in den Vorjahren. Bei Äpfel, Birnen, Zwetschgen und voraussichtlich bei Orangen, Mandarinen und Zitronen werden wir aber unsere Kunden preislich verwöhnen können. Apfelsonderangebote von unter 0,70 € pro Kilo waren aktuell schon wieder zu sehen. Konkurrenz werden wahrscheinlich die privaten Anbauer sein, die immer stärker in Stadt und Land ihre Ware auf Marktplätzen oder Verkaufsständen am Straßenrand abzusetzen versuchen. Persönliches Vertrauen, Frische und Bio sind die starken Argumente dieser Anbieter.

Verarbeitetes Obst und Gemüse?

Genauso wie unsere frischen Lebensmittel sich in Qualität, Kaliber und Preis verändern, werden wir auch erhebliche Veränderungen bei verarbeitetem Obst und Gemüse erleben. Wohin fallen die Preise für Apfelsaft und -mus? Was muss der Kunde künftig für tiefgekühlte Pommes und Kroketten berappen? Und wie teuer wird dieses Jahr das Backen zu Weihnachten mit Nüssen, Früchten und Mehl? Solange für den Verbraucher die Veränderung noch logisch und begründet erscheint, brauchen wir uns um unser Geschäft keine Sorgen machen. Der harte Wettbewerb des Lebensmitteleinzelhandels wird es schon richten.

Habt Ihr schon Kundenreaktionen auf diese Veränderungen erhalten? Berichtet in unserem Blog auf Supermarkt-Inside oder bei uns auf Facebook über eure Erfahrungen.

Bilder: Archiv Supermarkt-Inside

 

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