Mercadona in Spanien ist die klare Nummer Eins in der Heimat! Lidl holt jedoch weiterhin im spanischen Markt auf.

Mercadonna-Mallorca / Foto: Supermarkt-Inside
Der spanische Lebensmitteleinzelhandel ist ein dynamischer und hart umkämpfter Markt. Neben großen einheimischen Handelsunternehmen haben sich in den vergangenen Jahren auch internationale Handelsketten fest etabliert. Wie in vielen anderen europäischen Ländern auch, achten Verbraucher und Verbraucherinnen zunehmend auf Preise, Qualität und Eigenmarken.
An der Spitze des spanischen Lebensmittelhandels steht weiterhin Mercadona. Das Unternehmen verfügt über eine besonders starke Marktposition und ist für viele spanische Menschen eine feste Größe beim täglichen Einkauf. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck: Internationale Anbieter wie Lidl und Aldi bauen ihre Präsenz kontinuierlich aus und gewinnen zunehmend Marktanteile. Aktuell steht die von Juan Roig geleitete Kette weiterhin an der Spitze des nationalen Marktes, nachdem sie um einen Zehntelpunkt zulegen und 27,4 % des Marktes einnehmen konnte, verzeichnet jedoch einen Rückgang der Käufer und Käuferinnen um 0,8 Prozentpunkte.
Carrefour steht behauptet stabil den zweiten Platz in Spanien mit einem Marktanteil von 9 %. Mercadona erzielte im Jahr 2025 einen Gewinn von 1,729 Milliarden Euro, 24,9 Prozent mehr als im Vorjahr, nachdem der Umsatz um 8 Prozent auf 41,9 Milliarden Euro gestiegen war. Carrefour erzielte 2025 in Spanien einen Umsatz von 11,9 Milliarden Euro. Die Nummer 2 Carrefour konnte einen Gewinn von 463 Millionen Euro erzielen und lag damit 13,5 Prozent über dem Vorjahr.
Lidl gewinnt weiter an Marktanteilen.

Mercadonna-Mallorca / Foto: Supermarkt-Inside
Die Nummer 3 schon jetzt im spanischen Lebensmittelmarkt ist der deutsche Discounter Lidl und könnte bald Carrefour von seinem Spitzenplatz verdrängen. Lidl konnte seinen Marktanteil auf 7,3% ausbauen, bei einem Umsatz von über 7 Milliarden Euro. Dieses beeindruckende Ergebnis liegt u-.a. daran, dass Lidl durch die Senkung und Festigung der Preise über die Eigenmarke (+1,6 Prozentpunkte), seiner Treue-App und einer Zunahme von Sonderangeboten (+1,6 Prozentpunkte) neue Haushalte gewinnen konnte. Aktuell betreibt Lidl 800 Märkte und es sind weitere im aktuellen Geschäftsjahr 2026/2027 eingeplant. Aldi liegt noch auf Platz 8 der „Hitliste“ LEH in Spanien und arbeitet auch weiterhin an seinem Discount- Format. Weitere Mitbewerber sind u.a. Eroski mit einem Marktanteil von 4,2 % (-0,1 Prozentpunkte) auf dem vierten Platz.
Eroski gehört zur Mondragón Corporation und basiert auf einer Genossenschaftsstruktur aus Personal und Verbrauchern und Verbraucherinnen. Eroski erwirtschaftete zuletzt einen Bruttoumsatz von rund 6,08 Milliarden Euro und betreibt knapp 1.500 Verkaufsstellen (inklusive eigener Märkte und Franchise-Filialen) mit über 28.000 Mitarbeitenden. Dia, auf Platz fünf, rückt mit einem Wachstum von 0,3 Prozentpunkten auf einen Marktanteil von 4,1 % näher an Eroski heran. Der Dia Group erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Nettoumsatz von rund 4,6 Milliarden Euro im spanischen Heimatmarkt (ein Anstieg von 8 % im Vergleich zum Vorjahr). Das Unternehmen stärkte seine Position im Vertriebssektor und erreichte im November einen Marktanteil von 5,2 %, ein Plus von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2024.
Spanien: Ein Markt zwischen Marktführerschaft und Wettbewerb.

Mercadonna-Mallorca / Foto: Supermarkt-Inside
Der spanische Lebensmittelhandel zeigt sich als vielseitiger und dynamischer Markt. Mercadona behauptet weiterhin seine herausragende Position, doch dahinter bleibt der Wettbewerb intensiv. Carrefour verfügt über eine starke Präsenz, während insbesondere Lidl seine Marktposition kontinuierlich ausbaut und mit seinem Discountkonzept zunehmend an Bedeutung gewinnt. Auch Dia gehört weiterhin zu den wichtigen Wettbewerbern im spanischen Lebensmitteleinzelhandel.
Gleichzeitig verändert sich die Struktur des Handels. Die klassische Großfläche außerhalb der Städte verliert teilweise an Bedeutung, während kleinere und wohnortnahe Formate stärker in den Mittelpunkt rücken. Carrefour und andere Wettbewerber setzen deshalb verstärkt auf kleinere City- und Express-Konzepte. Für die Menschen bedeutet dies kürzere Wege und eine größere Auswahl an Einkaufsmöglichkeiten direkt im Wohnumfeld. Auch spielen in Spanien kleine Metzgereien, Bäckereien, Obst- und Gemüsehändler und die traditionellen kommunalen Frischmärkte weiterhin das Einkaufsbild.
Somit sind die positivem Entwicklungen von Anbieter wie Lidl, Dia und Aldi keine große Überraschung.
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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside und wie gekennzeichnet




