Rewe Group lässt es krachen, private Kaufleute und der Discounter Penny sorgen für volle Kassen

Bessere Roherträge, steigende Umsätze und ein starkes Auslandsgeschäft: Die Rewe Group zeigt sich im ersten Halbjahr 2026 wirtschaftlich robust. Vor allem Penny International und die selbstständigen Kaufleute sorgen für positive Impulse. Doch nicht alle Geschäftsfelder entwickeln sich gleichermaßen erfreulich.
Die Rewe Group hat im ersten Halbjahr 2026 ihre wirtschaftliche Position spürbar verbessert. Trotz anhaltend hoher Kosten gelang es dem Kölner Handelskonzern, die Ertragslage zu stärken. Besonders erfreulich entwickelte sich das operative Ergebnis: Auf EBITDA-Ebene legte der Konzern um 4,7 Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro zu. Im Vorjahr hatte Rewe hier noch einen Rückgang von 3,4 Prozent hinnehmen müssen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die verbesserte Rohertragsquote. Auch für das Gesamtjahr setzt das Management darauf, diesen Wert über dem Vorjahresniveau zu halten.
Penny International wird zum wichtigen Wachstumsmotor

Beim Konzernumsatz erreichte Rewe in den ersten sechs Monaten rund 44,99 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 2,3 Prozent. Neben der Touristik entwickelte sich insbesondere das internationale Handelsgeschäft positiv. Hier stieg der Umsatz um 3,1 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro.
Eine wichtige Rolle spielt dabei Penny International. Der Discounter beweist insbesondere außerhalb Deutschlands seine Stärke und trägt zunehmend zum Wachstum des Gesamtkonzerns bei. Auch die Integration der übernommenen Hotelplan-Sparte wirkt sich positiv auf die Entwicklung aus.
Im deutschen Handelsgeschäft lag das Umsatzplus bei 1,9 Prozent. Bemerkenswert ist dabei, dass das Wachstum vor allem aus dem Großhandelsgeschäft mit den selbstständigen Rewe-Kaufleuten stammt. Sie bleiben damit ein wichtiger Erfolgsfaktor innerhalb der genossenschaftlich geprägten Handelsstruktur. Nach vorliegenden YouGov-Zahlen konnte Rewe im ersten Halbjahr zudem Marktanteile hinzugewinnen, während Penny in Deutschland weitgehend stagnierte.
Toom bleibt die Baustelle im Konzern

Rewe TO GO in Köln / Foto: Supermarkt-Inside
Nicht überall läuft es rund. Das Convenience-Geschäft mit Lekkerland kam lediglich auf ein Umsatzplus von 0,6 Prozent und erreichte 7,5 Milliarden Euro. Rückläufige Tabakumsätze in den Niederlanden und Belgien belasten hier die Entwicklung.
Deutlich schwieriger bleibt die Situation bei den Toom-Baumärkten. Nach Umsatzverlusten im vergangenen Jahr setzte sich der negative Trend fort. Im ersten Halbjahr gingen die Erlöse um weitere 2,1 Prozent zurück und lagen unter 1,3 Milliarden Euro.
Supermarkt Inside Fazit:

Foto: Supermarkt-Inside mit KI-Support
Rewe zeigt, dass eine bessere Ertragssteuerung, ein starkes internationales Discountgeschäft und leistungsfähige selbstständige Kaufleute auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld Wachstum ermöglichen. Die Herausforderungen bei Toom und Lekkerland zeigen allerdings, dass der Konzern weiterhin unterschiedliche Baustellen bearbeiten muss.
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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside und wie gekennzeichnet




