Die Bande am Futterhaus: Wie Beak Bandits frischen Wind ins Wildvogelfutter-Regal bringen will

Beak Bandits: Wildvogelfutter gehört im Herbst und Winter zum festen Sortiment vieler Supermärkte.

Foto: Alimentastic

Doch während sich in anderen Warengruppen längst starke Marken etabliert haben, dominieren hier häufig funktionale Verpackungen und der Preis. Die Salzburger Markenplattform Alimentastic will das ändern. Mit Beak Bandits bringt das Unternehmen eine eigene Wildvogelfuttermarke auf den Markt, die mit ungewöhnlichem Design, einer klaren Sortimentsstruktur und neuen Produktideen auffallen soll. Seit Oktober ist die Marke online erhältlich, der Einstieg in den stationären Handel ist in Vorbereitung.

Eine Kategorie mit Potenzial, aber wenig Markenprofil

Wer im Herbst vor dem Wildvogelfutter-Regal steht, kennt das Bild: Meisenknödel, Futtermischungen und Vorratseimer in unterschiedlichen Größen und Preisklassen. Die Auswahl ist zwar groß, aber die Unterscheidung fällt schwer.

Gekauft wird meist nach Bedarf. Welche Verpackung passt zur Futterstelle? Wie viel Futter wird benötigt? Und was kostet es?

Für Laurenz Hoffmann, Geschäftsführer der Salzburger Alimentastic GmbH, liegt genau darin eine Chance.

„Im Handel entscheidet sich oft innerhalb weniger Sekunden, ob ein Produkt im Einkaufswagen landet. Gerade bei einer Kategorie wie Wildvogelfutter muss deshalb sofort erkennbar sein, was das Produkt bietet. Wenn es darüber hinaus gelingt, eine Marke aufzubauen, die beim nächsten Einkauf wiedererkannt wird, haben wir schon viel erreicht.“

Hoffmann kennt den Lebensmittelhandel aus mehr als zwei Jahrzehnten Berufserfahrung, unter anderem im Einkauf bei HOFER und ALDI SÜD sowie in Führungsfunktionen bei Kaufland.

Mit Alimentastic entwickelt und vertreibt er Marken aus den Bereichen Lebensmittel, Getränke, Petfood und Konsumgüter. Beak Bandits ist eine Eigenmarke, mit der das Unternehmen nun auch im Markt für Wildvogelfutter Fuß fassen möchte.

Wenn aus Meisenknödeln eine Wildwest-Bande wird

Foto: Alimentastic

Der Name ist Programm: Beak Bandits, frei übersetzt die Schnabelbanditen, macht aus den gefiederten Gästen im Garten eine kleine Wildwest-Bande. Das Futter wird zum Proviant, die Futterstelle zum Treffpunkt.

Der Claim „Für freche Schnäbel“ bringt die Idee auf den Punkt.

Auch die Produktnamen greifen das Konzept auf. Statt eines gewöhnlichen Meisenknödels gibt es den „Wildwest-Knödel“, ein gemischtes Futterpaket heißt „Saloon-Mix“ und Knödel mit Erdnüssen werden als „Cowboy-Festmahl“ angeboten.

Was zunächst verspielt klingt, folgt einer Überlegung aus dem Markenmanagement: Produkte sollen sich nicht nur über Inhalt, Gewicht und Preis unterscheiden, sondern auch einen Wiedererkennungswert entwickeln.

Gerade bei Artikeln, die regelmäßig nachgekauft werden, kann das ein Vorteil sein.

Denn wer im Herbst beginnt, Wildvögel zu füttern, kauft häufig über mehrere Monate hinweg nach. Gelingt es einer Marke, beim ersten Einkauf zu überzeugen, besteht die Chance, dass Kunden beim nächsten Mal gezielt wieder zu ihr greifen.

Ob dieses Konzept bei Wildvogelfutter tatsächlich funktioniert, muss sich allerdings erst zeigen.

Sieben Produkte für unterschiedliche Futterstellen

Foto: Alimentastic

Zum Start umfasst das Sortiment sieben Produkte. Alimentastic hat sich bewusst für eine gezielte Auswahl entschieden, die unterschiedliche Bedürfnisse abdecken soll.

Den Einstieg bildet der klassische „Wildwest-Knödel“ mit sechs Fettfutter-Knödeln und einem Gesamtgewicht von 480 Gramm. Für Haushalte, die regelmäßig größere Mengen benötigen, gibt es einen Vorratseimer mit 30 Knödeln und 2,4 Kilogramm Inhalt.

Der „Banditenknödel“ ist mit 500 Gramm deutlich größer als ein herkömmlicher Meisenknödel und kann mit einem Band direkt aufgehängt werden.

Wer verschiedene Futtersorten ausprobieren möchte, findet im „Saloon-Mix“ eine Kombination aus drei Knödeln sowie Wildvogelfutter und Erdnüssen im Netz.

Daneben gibt es das „Cowboy-Festmahl“ mit vier erdnusshaltigen Knödeln und eine Proviantstange mit Erdnüssen und getrockneten Mehlwürmern, die sich auch für kleinere Futterstellen eignet.

Die Verkaufspreise im eigenen Onlineshop bewegen sich zwischen 2,49 und 12,99 Euro. Im stationären Handel werden die Preise von den jeweiligen Handelspartnern festgelegt.

Für den Lebensmitteleinzelhandel soll die Sortimentsstruktur eine einfache Auswahl ermöglichen: vom günstigen Einstiegsartikel über klassische Nachkaufprodukte bis zum größeren Vorratsformat.

Auch optisch ist das Sortiment auf einen gemeinsamen Markenauftritt ausgelegt. Die Verpackungen folgen einer einheitlichen Gestaltung, sodass Beak Bandits auch mit einer kleineren Auswahl im Regal als zusammengehörige Marke erkennbar bleiben soll.

Insektenlarven in der Kokosnuss

Eine Besonderheit des Sortiments ist der „Sattelproviant“.

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