KiK bereinigt Filialnetz und schließt 50 Filialen.

Nonfood- Discounter KiK schließt 50 Filialen. Auch Öffnungszeiten werden teilweise reduziert, die Kosten müssen runter!

Textil-Discounter Kik muss europaweit 50 Standorte schließen, wovon die Hälfte allein in Deutschland betroffen sind. Hierbei handelt es sich in erster Linie um unrentable Standorte. Es sollen laut Unternehmensangaben jedoch keine Stellen abgebaut werden. Das Ziel der Filialschließungen ist nach Kik-Angaben, die Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz zu erhöhen und sicherzustellen, dass das Unternehmen auch unter anspruchsvollen Marktbedingungen erfolgreich bleiben kann. Auch KiK spürt in einem hart umkämpften Markt und der teils spürbaren Kaufzurückhaltung die Hauptursachen für den nun weiteren Schritt. Positiv ist, dass trotz der geplanten Schließungen im ersten Quartal diesen Jahres,  im selben Zeitraum neun Standorte neu eröffnet werden. In Deutschland soll es dabei eine neue Filiale geben. Dies ist der erste Schritt der Bereinigung des Portfolios. Laut Insidern sollen sogar rund 400 Standorte in ganz Europa nicht rentabel genug sein. Davon allein etwas 170 Filialen im Heimatland. Eine Gesamtliste der Filialen, die schließen sollen, hat das Unternehmen bis heute noch nicht veröffentlicht.

Verkürzte Öffnungszeiten und Personalkosteneinsparung.

Öffnungszeiten bei …nah und gut

 

Neben den geplanten Ladenschließungen will KiK wohl auch laut Insiderberichten die Öffnungszeiten in verschiedenen Filialen kürzen. Hintergrund der Entscheidung sind nach Unternehmensangaben vor allem gestiegene Betriebs- und Personalkosten sowie veränderte Einkaufsgewohnheiten der Kunden und Kundinnen. Dies beträfe vorrangig die Randzeiten, zum Beispiel am frühen Morgen (eine Stunde später) und am späten Abend (eine Stunde früher), wo die  Kundenfrequenz deutlich zurückgegangen ist.

Durch die Anpassung der Öffnungszeiten will KiK die Wirtschaftlichkeit einzelner Standorte sichern und gleichzeitig flexibler auf regionale Unterschiede reagieren. Das Unternehmen betont, dass es sich nicht um eine flächendeckende Maßnahme mit einheitlichen Zeiten handelt. Vielmehr sollen die Öffnungszeiten je nach Standort, Kundenaufkommen und lokalen Gegebenheiten individuell angepasst werden. In kleineren Städten und ländlichen Gebieten könnten die Kürzungen deutlicher ausfallen als in stark frequentierten Innenstadtlagen. Je nach Region oder Bezirk sollen in Deutschland drei bis vier Standorte davon betroffen sein. Hiervon könnten dann später auch Länder wie Portugal oder Spanien betroffen sein.

Harter Wettbewerb im Nonfood- Geschäft.

Der Textildiscounter befindet sich aktuell in einer Phase der Stabilisierung und moderaten Weiterentwicklung und profitiert weiterhin von seiner klaren Positionierung im Niedrigpreissegment. Für das Geschäftsjahr 2023 meldete der Mutterkonzern Tengelmann einen Umsatz von 2,428 Milliarden Euro. Für das zurückliegende Geschäftsjahr wiederum geht KiK von einem nur leicht gestiegenen Umsatz von 2,430 Milliarden Euro aus. Genauere Zahlen und Daten zum Ertrag gibt es nicht. Gegründet wurde KiK 1994,und die erste Filiale eröffnete in Düsseldorf-Gerresheim. Der Sitz des Unternehmens ist im nordrhein-westfälischen Bönen. Nach eigenen Angaben würde das Unternehmen fast 4.300 Filialen in 14 Ländern betreiben und dabei mehr als 32.000 Mitarbeitende. 2026 wird für KiK ein mehr als herausforderndes Jahr, da auch Mitbewerber im Nonfoodsegment wie Action, TeDi oder Woolworth auch weiter recht erfolgreich expandieren. Dazu kommen noch klassische Discounter wie Lidl und Aldi, die auch ihr Nonfood- Angebot stetig weiter steigern.

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