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Diebstahl, weiterhin dramatische Zahlen – LEH in Sorge!

4,4 Milliarden Euro Verluste durch Diebstahl und Betrug

Steigender Diebstahl auch 2019

Diebstahl: Auch im Jahr 2019 wurden wieder mehr Artikel aus den Supermärkten, Discountern, Shopping-Centern und dem allgemeinen Handel gestohlen. Dies meldete das Handelsforschungsinstitut EHI aus Köln in seiner, vor einigen Wochen veröffentlichten Studie. Dort gaben sie bekannt, dass Diebe im letzten Jahr dem deutschen Handel Waren in einem Wert von 3,75 Milliarden Euro klauten. Betrachtet man zuzüglich Verluste aus dem organisatorischen Bereich der Händler, wie zum Beispiel eine falsche Betitelung der Preisschilder/Etiketten oder Kassierfehler, so steigen die Verlustzahlen des Handels  auf circa 4,4 Milliarden Euro.

Wer beklaut überhaupt den Handel?

Kunden-Diebstahl verursachte Warenverluste im Wert von bis zu 2,44 Milliarden Euro. Dies entspricht in etwa zwei Drittel der gesamten Verluste des letzen Jahres. Das letzte Drittel wurde jedoch leider durch Mitarbeiter und Lieferdienste verursacht. Circa 950 Millionen Euro eigneten sich 2019 die eigenen “kriminellen” Mitarbeitern der Einzelhandelsgeschäfte an. Weitere 360 Millionen Euro stahlen Lieferanten und Servicedienste. Ein zusätzlicher Verlust von 660 Millionen Euro entstand durch oben genannte organisatorische Fehler/Mängel. Insgesamt entging dem Handel im letzen Jahr also circa 1% seines Umsatzes an Gewinn durch solche dramatischen Inventurdifferenzen. Durch weitere Ausgaben zur Prävention gegen Diebstählen sowie zur Sicherung der Waren und des Ladens, summiert sich der Verlust im Jahr 2019 auf gute 1,3%.

Auch der Staat leidet unter den Ladendiebstählen

Durch die gestohlenen Waren entsteht für den Saat ein volkswirtschaftlicher Schaden von etwa 510 Millionen Euro. Dieser Verlust ergibt sich durch den Ausfall der Mehrwertsteuer-Einnahmen der geraubten Produkte.

Tabakwaren, Alkohol und Drogeriewaren sind weiterhin bei den Dieben voll im Fokus

Auch im letzen Jahr haben die Diebe des LEHs ganz besonders aktiv Spirituosen sowie Drogeriewaren gestohlen. Hier wurden nach wie vor hochwertige Alkoholika als elementarer Bestandteil der Inventurdifferenzen festgestellt. Demzufolge hat der Handel seine Aktivitäten zur Diebstahlprävention in Form von Flaschenhals-Sicherungen oder Verkäufe aus dem Sicherheitsschrank in Service deutlich erhöht. Im Drogeriewarenbereich sind bei vielen Händlern mittlerweile fast alle populären Diebstahlsprodukte mit Sicherheit-Codes versehen, die an der der Kasse deaktiviert werden.

Inventurdifferenzentreiber Nummer eins

Zigaretten und Tabakwaren waren seit Jahrzehnten die Inventurdifferenzentreiber Nummer eins. Mittlerweile hat der LEH fast die gesamten Tabakwarensortimente verschlossen platziert bzw. in sogenannten SmokyTheken im Kassentisch integriert. Diese Maßnahmen haben zur deutlichen Reduktion der Zigarettendiebstähle beigetragen. Ein gutes Beispiel für gelungene Prävention.

Jedoch ist der Gesamtverlust von 4,4 Milliarden Euro durch kriminelle Handlungen im Handel schon sehr erschreckend.

Was haltet ihr von de ganzen Thema Klau- und Inventurdifferenzen wie geht ihr damit um? Bitte kommentiert indes hier oder bei uns auf Facebook.

 

Bilder: Archive Supermarkt-Inside

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