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No Plastic for Future

Dieser Beitrag ist Teil 1 von 14 in der Serie Verpackungsmüll

Plastik ist und bleibt ein heißes Thema

Der Medienhype um das Thema Plastik ist nach wie vor hoch. Greta kämpft mit ihren „Fridays for Future“ für eine bessere Welt. Arnold Schwarzenegger initiiert eine Klimakonferenz in der Wiener Hofburg. 1200 Teilnehmer aus 30 Ländern nehmen teil. Ein klares Statement der Menschen: wir müssen für unseren Planeten vermehrt aktiv werden. Um die Klimaproblematik in den Griff zu bekommen, langt es natürlich nicht, nur gegen den Plastikmüll und die Verschmutzung in den Weltmeeren anzukämpfen. Aber es ist ein Anfang. Dabei sind die Verbraucher genauso gefragt wie die Unternehmen der Lebensmittelbranche. Und warum nicht das Gute mit dem Nützlichen verbinden? Können die Konzerne sich doch mit dem Thema Nachhaltigkeit gezielt in ein besseres Licht stellen.

Sodastream contra Plastik

So wirbt zum Beispiel Sodastream. Das Unternehmen stellt das Thema Plastik in seiner Werbung in den Vordergrund. Anstelle des Kaufs von Mineralwasserflaschen benutzt der Verbraucher Leitungswasser und versetzt es selbständig mit Kohlensäure. Mal abgesehen von den vielen LKWs, die dadurch nicht auf der Straße herumfahren müssen, ersparen wir der Umwelt auch viel Plastik. Selbst Umweltministerin Svenja Schulze unterstützt die Nutzung von Leitungswasser und damit den Verzicht auf Plastik. Das freut Martin Plothe, den Marketing Manager von Sodastream Deutschland & Österreich. Laut Plothe wurde 2018 in Deutschland und Österreich mehr als 1 Milliarde Wasser gesprudelt! Und in diesem Jahr ist der Umsatz im ersten Quartal schon wieder um 39 Prozent gestiegen.

Werbung mit Nachhaltigkeit

Aber auch wenn viele Unternehmen damit werben, wenig Plastik zu verwenden, wird dieses Thema immer wieder zu Werbezwecken missbraucht. Oftmals wird nur oberflächlich an der sichtbaren Marketingebene gehandelt. Der Kunde reagiert prompt darauf, weil er sich mit dem Kauf des Produktes dann besser fühlt. Aber viele Konzerne, wie zum Beispiel Nestlé, stehen dennoch in der Kritik. Denn ob Nachhaltigkeit sich wirklich in der Strategie der Unternehmen manifestiert hat, bleibt fraglich! Doch auch der Kunde muss sich an die eigene Nase fassen. Jeder will Plastikmüll vermeiden. Aber wenn das in Plastik verpackte Obst und Gemüse günstiger ist, greifen viele Verbraucher dort zu. Nachhaltigkeit ist leider auch eine Frage des Geldbeutels.

 

Das Thema Plastik treibt die Gesellschaft nach wie vor um. Wie ist Eure Meinung dazu. Können die Unternehmen sich mehr einbringen? Oder muss der Kunde vermehrt sein Verhalten ändern? Schreibt uns auf Supermarkt Inside oder bei Facebook zu diesem Thema.

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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