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Frosch macht Plastikmüll zum Politikum

 

Frosch und Procter sehen sich vor Gericht

Ganz bewusst hat Frosch seinen Konkurrenten Procter & Gamble (P&G) vor Gericht gezerrt. Wer nur laut schreit und nicht wirklich nachhaltig handelt, gehört angezeigt. Außerdem findet Firmeninhaber Reinhard Schneider es gut, dass die Öffentlichkeit durch so einen offen ausgetragenen Rechtsstreit wachgerüttelt wird. Denn dadurch wird die Bevölkerung zusätzlich für das Thema Plastikmüll sensibilisiert. Schon seit vielen Jahren ist das Unternehmen Werner & Mertz in ganz Deutschland dafür bekannt, nachhaltig und umweltbewusst zu handeln. Beim Landgericht in Stuttgart haben sie nun den US-Konzern P&G verklagt. Und Frosch hat auch gleich Recht bekommen.

Plastik aus dem gelben Sack

Für das Unternehmen Werner & Mertz ist es ein Anliegen, den Verpackungsmüll möglichst gering zu halten. Außerdem soll die Produktion der Verpackungen nachhaltig sein. Deswegen werden immer mehr Flaschen und Beutel von Frosch aus Plastikmüll aus dem gelben Sack hergestellt. Das kommt beim Kunden gut an, was auch die Amerikaner merken. Deswegen haben sie behauptet, dass die Verpackung eines Ökoputzmittels zu 10 Prozent aus Meeresplastik besteht. Das Gericht konnte allerdings nachweisen, dass der Anteil nur bei 2 Prozent liegt. Frosch ist erleichtert, dass die Wahrheit so schnell ans Licht kam. Schneider erklärt, wie wichtig es ist, dass in diesem Bereich Ehrlichkeit herrscht. Sonst verlieren die Kunden auch den Glauben an Unternehmen, die sich an ihre Versprechen halten. P&G findet das unnötig und sieht keinen Sinn darin, solche Diskussionen vor Gericht zu führen.

 

 

P&G holt zum Gegenschlag gegen Frosch aus

Dennoch lassen es sich die Amerikaner nicht nehmen, daraufhin selber Frosch anzuklagen. Und zwar gleich in mehreren Fällen. Ein Beispiel ist die Lesbarkeit auf einem Geschirrspüler der Marke Frosch. Angeblich sind die Inhaltsstoffe auf der Flasche nicht lesbar. Scheint ganz so, als ob Werner & Mertz sowie Procter & Gamble Spaß an den Gerichtsverfahren entwickeln. Oder soll nur dreckige Wäsche mit Putzmitteln gewaschen werden? Ein heißes Thema, bei dem es doch sehr ums Image der einzelnen Unternehmen geht. Dabei ist der Konkurrenzkampf eh schon so groß. Denn auch Henkel wirbt zunehmend mit Öko-Putzmitteln und nachhaltigem Verpackungsmaterial. Doch noch blickt Schneider auf gute Bilanzen.

 

Umweltfreundliche Produkte machen sich bezahlt

Konsequent hat der Hersteller von Frosch auf Nachhaltigkeit geachtet. Der Kunde belohnt dieses Verhalten. Im letzten Jahr machten Werner & Mertz 399 Millionen Euro Umsatz. Das Wachstum lag bei 6 Prozent. Und für 2019 hofft Schneider sogar einen Zuwachs von über 10 Prozent zu erreichen.

Es bleibt also spannend. Vor Gericht wird wild gestritten. Hinter den Kulissen arbeiten alle hart daran mit mehr Nachhaltigkeit wettbewerbsfähig zu bleiben. Wird Frosch diesen Weg weiterhin so erfolgreich gehen können? Oder wird die Konkurrenz immer mehr nachziehen? Schreibt uns auf Supermarkt Inside oder bei Facebook, wie ihr Frosch, Procter und Co einschätzt.

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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