Künstliche Intelligenz (KI) ist auch im LEH angekommen

Lemke informiert:

Einsatz von Künstliche Intelligenz (KI) im LEH – Chancen, Risiken und viele Möglichkeiten….

Neue Lösung von Meto: SnapOn Inlays sind dank kleiner Stückzahl und kurzer Lieferzeit ideal für schnell wechselnde Kampagnen oder lokale Produkte.

Der Einsatz moderner digitaler Technologien eröffnet auch Lebensmittelgeschäften zahlreiche Chancen, ihre täglichen Abläufe zu verbessern und sich den steigenden Anforderungen von Kundinnen und Kunden anzupassen. Besonders datenbasierte Systeme können dabei helfen, Entscheidungen fundierter zu treffen, Prozesse zu optimieren und wirtschaftlicher zu arbeiten. In einem Markt mit starkem Wettbewerbsdruck wird der gezielte Einsatz solcher Technologien zunehmend zu einem wichtigen Erfolgsfaktor.

Ein besonders bedeutender Bereich ist die Warenplanung. Durch die Auswertung großer Datenmengen aus vergangenen Verkaufszahlen lassen sich Nachfrageentwicklungen genauer einschätzen. Neben saisonalen Mustern können auch äußere Einflüsse wie Wetterverhältnisse, Feiertage oder lokale Veranstaltungen berücksichtigt werden. Auf dieser Grundlage kann das Lebensmittelgeschäft Bestellmengen präziser planen. Das führt dazu, dass weniger Waren unverkauft bleiben und gleichzeitig die Verfügbarkeit beliebter Produkte steigt. Neben Kosteneinsparungen trägt diese Vorgehensweise auch dazu bei, Lebensmittelabfälle deutlich zu reduzieren.

Dynamische Preisgestaltung ermöglicht eine flexible Anpassung an aktuelle Gegebenheiten

Auch die Preisgestaltung kann durch intelligente Systeme deutlich verbessert werden. Statt fixer Preise ermöglichen flexible Modelle eine Anpassung an aktuelle Gegebenheiten. Produkte, deren Haltbarkeitsdatum näher rückt, können gezielt günstiger angeboten werden, um Verluste zu vermeiden. Gleichzeitig lassen sich Preise bei stark nachgefragten Artikeln stabil halten oder leicht anpassen, ohne dass die Verkaufszahlen sinken. Auf diese Weise entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen attraktiven Angeboten für Kundinnen und Kunden und einer stabilen Gewinnmarge für das Geschäft.

Ein weiterer Vorteil liegt in der individuellen Ansprache der Menschen. Durch die Analyse von Einkaufsverhalten, etwa über Kundenkarten oder digitale Bestellsysteme, lassen sich Vorlieben und Gewohnheiten erkennen. Auf dieser Basis können personalisierte Rabatte, Produktempfehlungen oder Aktionen erstellt werden, die besser zum tatsächlichen Bedarf passen. Kundinnen und Kunden fühlen sich dadurch gezielter angesprochen und profitieren von relevanten Angeboten, während das Lebensmittelgeschäft Marketingmaßnahmen effizienter einsetzen kann.

Auch direkt in den Filialen kommen moderne Systeme zunehmend zum Einsatz. Sensoren und Kameratechnologien ermöglichen es, Kundenbewegungen im Geschäft zu analysieren. So lassen sich Stoßzeiten erkennen und Regale oder Aktionsflächen gezielt platzieren. Gleichzeitig können leere Regale automatisch gemeldet werden, sodass schneller nachgefüllt wird. Das sorgt für ein angenehmeres Einkaufserlebnis und reduziert Frustration durch fehlende Produkte. In weiterentwickelten Konzepten ist sogar ein Einkauf ohne klassische Kasse möglich, bei dem der Bezahlvorgang im Hintergrund abläuft und Wartezeiten entfallen.

Im Kundenservice bieten digitale Assistenzsysteme Unterstützung

Bildrechte: Lidl Fotograf: Lidl

Im Bereich Kundenservice bieten digitale Assistenzsysteme zusätzliche Unterstützung. Informationsangebote zu Inhaltsstoffen, Herkunft, Allergenen oder aktuellen Aktionen können über Terminals oder mobile Anwendungen bereitgestellt werden. Dadurch erhalten Kundinnen und Kunden schnell Antworten auf ihre Fragen, während das Verkaufspersonal entlastet wird und sich stärker auf persönliche Beratung konzentrieren kann. Die Servicequalität steigt, ohne dass zusätzliche personelle Ressourcen erforderlich sind.

Auch für die Organisation der Mitarbeitenden ergeben sich Vorteile. Anhand von Verkaufszahlen und Besucherfrequenzen lassen sich Dienstpläne besser anpassen. Zeiten mit hohem Kundenaufkommen können gezielt stärker besetzt werden, während in ruhigeren Phasen weniger Personal eingeplant wird. Das sorgt für effizientere Arbeitsabläufe und eine fairere Verteilung der Arbeitszeiten. Zusätzlich können Auswertungen dabei helfen, Schulungsbedarf zu erkennen und Weiterbildungsangebote gezielt zu planen.

Insgesamt zeigt sich, dass der Einsatz intelligenter, datenbasierter Lösungen im Lebensmittelhandel weitreichende Auswirkungen hat. Sie unterstützen wirtschaftliche Entscheidungen, verbessern den Service und leisten einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Richtig integriert, helfen sie dabei, Kosten zu senken, Abläufe zu vereinfachen und gleichzeitig die Zufriedenheit von Kundschaft und Mitarbeitenden zu erhöhen. Damit entwickeln sie sich zu einem wichtigen Bestandteil eines zukunftsfähigen Lebensmittelgeschäftes.

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Hans Günter Lemke

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