Fleisch

Corona-Ausbruch in Fleischfabrik Tönnies

Das Corona-Virus setzt Tönnies unter Druck

In dem Fleischbranche wurden bisher viele Beschäftigte von dem Coronavirus infiziert. Nun kam es in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, Kreis Gütersloh, zu einem weiteren, umfangreichen Corona-Ausbruch. Demzufolge steht die Fleischindustrie jetzt unter großer Kritik. Gestern waren es in Tönnies-Fabrik noch 400 diagnostizierte Infektionsfälle, heute sind es bereits 730. Vor allem im Bereich der Fleisch-Zerlegung kam es zu Infektionen. Die Fleischfabrik wurde jetzt für eine Dauer von sieben bis 14 Tagen stillgelegt. 

 

Tönnis ist der deutsche Marktführer bei der Fleischproduktion. Laut Landrat von Gütersloh liefert dieser Schlachtbetrieb in Deutschland 20 % der Fleischprodukte, welche jetzt auf dem deutschen Markt fehlen werden. Dies versucht die Fabrik über andere Standorte zu kompensieren. 7000 Menschen in der Region müssen in Quarantäne. Darunter fallen alle Personen, die in dieser Fabrik gearbeitet haben. Sie werden wohl alle auf das Coronavirus getestet. 

Wegen der hohen Anzahl der Infektionen wurden im Kreis Gütersloh die Schulen und Kindertagesstätten bis zu den Sommerferien geschlossen. Sommerferien beginnen in NRW am 29. Juni. Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) teilte mit, dass es keine allgemeine Ausgangsperre gibt.

Ursachen für Infektionen

Das Unternehmen vermutet den Ausbruch durch Mitarbeiter, die aus ihrem Heimaturlaub zurückgekehrt sind. Denn viele Beschäftigte aus Rumänien und Bulgarien sind während den langen Wochenenden in ihre Heimat gefahren. Außerdem solle Kühle die Übertragbarkeit des Virus fördern. In Tönnies arbeiten viele in gekühlten Räumen, sodass damit die Verbreitung des Virus schneller erfolge. Grundsätzlich ist es nachgewiesen, dass die Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit Einfluss darauf haben, wie lange das Verdunsten von Tröpfchen braucht.

Die Experten sind der Meinung, dass die Reisen der osteuropäischen Mitarbeiter offensichtlich nicht der Grund für die steigenden Infektionszahlen sind. Schnell wird das ganze Problem auf die Werksvertragsdienstleister geschoben. Hier werden wir in den nächsten Tagen mehr Klarheit bekommen.

Zusammenhang der hohen Anzahl von Infizierten 

Ebenfalls stieg in Berlin-Neukölln die Anzahl der Infizierten, die in Wohnblöcken unter Quarantäne gestellt sind. Mittlerweile sind 70 Infizierte bekannt und 370 Haushalte befinden sich in Quarantäne.

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Patrick Larscheid, sieht einen Zusammenhang mit der hohen Anzahl der Infizierten in NRW. Denn die Infizierten leben in den Wohnblöcken sowie auch in dem Schlachtbetrieb auf engen Raum, sodass die Viren sich schnell verbreiten können. Allerdings leben so abgeschottet, sodass das Virus sich außerhalb nicht ausweite.

Grundsätzlich lässt die Disziplin der Gesellschaft beim Einhalten der Corona-Regeln nach. Daher muss der Gesellschaft klargemacht werden, dass Corona weiterhin besteht. Auch, dass die Quarantäne die Mitmenschen schützen soll. 

Was haltet ihr von der aktuellen Infektionswelle? Bitte kommentiert hier oder bei uns  auf Facebook…

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