V- Markt knackt die 1 Milliarde € Umsatzgrenze

V- Markt knackt erstmals die 1 Milliarde-Umsatzgrenze. Motto: Anders sein als alle Mitbewerber…

Die süddeutsche Supermarktkette V-Markt feiert ihren größten Erfolg seit bestehen. Mit einem Nettoumsatz von mehr als einer Milliarde Euro im vergangenen Geschäftsjahr behauptet sich der Händler gegen große Filialisten wie Kaufland, Rewe, Edeka und Aldi. Die Kette setzt auf ein Konzept, das auffällt und kommt damit bei den Kunden in den Regionen gut an.

Die Inhaberfamilie Hermann mit dem Geschäftsführer Michael Stöckle setzt auf Qualität und Eigenständigkeit und macht einiges anders als die Mitbewerber. Neben klassischen Lebensmittel-Abteilungen gibt es Mode, Elektro, Spielwaren, Haushaltsbedarf und sogar Outdoor-Produkte unter einem Dach. Die Kundschaft trifft im V-Markt zuerst auf Nonfood-Artikel, die wie im Fachmarkt präsentiert sind. Das unterscheidet die Filialen deutlich von klassischen Supermärkten, jedoch war diese Art der Platzierung früher in den SB-Warenhäusern üblich.

Im Lebensmittelbereich setzt V-Markt klar auf Markenprodukte, bietet aber auch überdurchschnittlich viele Bio– und regionale Waren (Anteil ca. 12 Prozent),  sowie moderne Theken. Eigenmarken sind nur in geringem Umfang, wie die Markant-Preiseinstiegsmarke „Jeden Tag“ gelistet, das Markengeschäft dominiert die Verkaufsregale. In diesem Jahr betreibt V-Markt bereits 39 Großflächenmärkte, 13 Baumärkte, 34 Tankstellen, drei Modefilialen und sechs V-mini-Standorte. 

Eher ein Fachmarkt statt ein Supermarkt.

Der Händler grenzt sich bewusst von anderen Branchengrößen ab. Anders als Rewe oder Edeka, die zunehmend ihre Sortimente verändern oder sogar austauschen, setzt V-Markt mehr auf eine Fachmarktstrategie. Auch wird immer mehr modernisiert. Bestehende Großflächen in Landsberg am Lech und Lechbruck werden erweitert und auch energetisch saniert. In Mindelheim entsteht ein größerer V-Baumarkt mit zusätzlicher Waschstraße und Fitnessstudio. Und auch die V-mini-Kette wächst weiter, wie zum Beispiel in Orten wie Irsee, Gablingen und Langerringen. Dazu verfolgt das Unternehmen eine klar erkennbare Nachhaltigkeitsstrategie. 

Foto: Wanzl GmbH & Co. KGaA

V-Markt hat bereits früh begonnen, Elektromobilität als festen Bestandteil seiner Unternehmenspolitik zu verankern. Diese Haltung zeigt sich sowohl in der Unternehmenskommunikation als auch in konkreten Projekten an den Märkten selbst. Bereits Ende 2022 wurde im Unternehmen beschlossen, nahezu alle Standorte mit Ladesäulen auszustatten. Dieses Ziel wurde in den Jahren 2023 bis 2025 Schritt für Schritt weiter ausgebaut, so dass man heute rund 50 Standorte mit eigenen E-Ladestationen vorzeigen kann. Damit zählt V-Markt im süddeutschen Raum zu den Einzelhändlern mit dem dichtesten Netz an Ladepunkten auf den eigenen Parkflächen.

Erfolg mit Partnerschaften.

Geschäftsführer sind aktuell Horst Hermann, Christoph Hermann und Michael Stöckle. Das bis heute in der 6. Generation in Familienhand befindliche Unternehmen ist Mitglied im unabhängigen Handelsverbund Markant Handels- und Industriewaren-Vermittlungs AG mit Sitz in Pfäffikon in der Schweiz und dessen deutscher Servicegesellschaft in Offenburg. Darüber hinaus ist das Unternehmen am Lebensmitteleinzelhandels-Joint Venture RTG Retail Trade Group GmbH aus Hamburg beteiligt. Auch ist das Unternehmen Teil des Euronics- Netzwerkes. Die Georg Jos. Kaes GmbH betreibt am Unternehmensstandort in Mauerstetten ein zentrales Logistikzentrum mit einer eigenen LKW-Flotte zur Abwicklung der Auslieferung und bezieht zusätzlich Waren von rund 400 regionalen Produzenten, vor allem im Lebensmittelbereich.

Das Unternehmen geht zurück auf die 1865 von Josef Kaes gegründete Spezerei- und Landesproduktenhandlung. Das erste Geschäft war zu dieser Zeit in der Hinteren Gasse, der heutigen Ludwigstraße in Kaufbeuren ansässig. Eine Ausrichtung auf den Großhandel gibt es seit 1963 mit der Gründung des ersten C&C-Marktes in Kaufbeuren-Hirschzell. Im Jahr 1967 erfolgte mit der Gründung des ersten V-Marktes eine starke Expansion des Unternehmens. Ferner wurden eigenständige Modemärkte unter dem Namen Christl’s Modemarkt etabliert, deren Konzept seit Ende der siebziger Jahre schrittweise auf alle größeren V-Märkte übertragen wurde.

Insgesamt steht V-Markt im Jahr 2025 beispielhaft für die Verbindung von traditionellem Einzelhandel und moderner Mobilität. Das Unternehmen beweist, dass Nachhaltigkeit, Technik und Kundennähe sich nicht widersprechen müssen, sondern gemeinsam Zukunftsfähigkeit sichern. Die konsequente Förderung von Elektromobilität, sei es der Parkplatz oder die eigene Logistik zeigt deutlich, dass V-Markt bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.

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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside und wie gekennzeichnet.

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