REWE will Vertrieb und Frischebereich stärker positionieren. Neue Gebietsverantwortliche sollen Märkte unterstützen.

Rewe TO GO in Köln / Foto: Supermarkt-Inside
In einer strategischen Neuausrichtung hat die REWE Group zum Februar 2026 den Fokus massiv auf den Vertriebsbereich Frische gelegt. Diese Umstrukturierung ist die Antwort auf ein sich wandelndes Konsumverhalten, in dem Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit nicht mehr nur Trends, sondern die zentralen Kaufargumente im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) darstellen. Die Neuordnung im Vertrieb zielt auch darauf ab, die Frischetheken und Obst- und Gemüseabteilungen zum unangefochtenen Herzstück der Märkte zu machen. Zukünftig sollen dafür spezielle Manager sich darum kümmern, dass die Angebote und Sortimente auf der Fläche stärker und optimaler ausgebaut sind.
Die Reform der Vertriebsstrukturen folgt der Erkenntnis, dass Frischeprodukte, wie Backwaren oder insbesondere die Obst- und Gemüseabteilungen maßgeblich zur Profilierung eines Marktes beitragen. Sie sind die sichtbarsten Berührungspunkte zwischen Marke, Mitarbeitenden und Kundschaft. REWE reagiert darauf, indem diese Bereiche konsequent zum Herzstück der Märkte ausgebaut werden. Ziel ist es, Frische erlebbar zu machen, u.a. durch hochwertige Warenpräsentation, fachkundige Beratung, klare Herkunftskommunikation und ein Sortiment, das regionale Besonderheiten stärker berücksichtigt als zuvor.
Weiterentwicklung im Frischebereich mit Unterstützung.

REWE plant für die Umstrukturierung in den Frischebereichen neue Positionen einzuführen. Diese neue geschaffenen Stellen unter dem Namen „Gebietsmanager Ware Frische und Backwaren“, sollen dann gemeinsam mit den Marktverantwortlichen vor Ort das Geschäft mit den Convenience-Produkten, der Bake- off- Ware oder auch den Molkereiprodukten positiv weiter entwickeln.
Dieser Schritt macht auch Sinn, denn das Sortiment „Frische und Backwaren“ ist steig ansteigend. Laut REWE steht der Umsatzanteil hier bereits bei über 20 Prozent. Ziel der neuen Vertriebsreform ist es nun, diese guten Zahlen auszubauen und gegeben falls zu steigern. Insgesamt wird die neue Zielrichtung positiv gesehen.
Viele der selbständigen Kaufleute können schon heute sehr gute und überdurchschnittliche Wachstumsraten im Frischebereich verzeichnen. Jedoch gibt es bei einigen immer noch viel Umsatzpotenzial, das auszuschöpfen gilt. Hier sollen die neuen Gebietsverantwortlichen unterstützend tätig werden und Schwächen ausmerzen.
Umsetzung der neuen Struktur bleibt personalneutral.

Beispiel-Foto-Rewe München
Aktuell gibt es bei den Kolonialwaren kurz KOLO genannt, verschiedene Bereiche, dazu gehören Obst und Gemüse, das Trockensortiment, und die Servicetheken inclusive der Gastronomie. Dazu wird noch das Getränkesortiment gezählt so dass zusammen ein durchschnittlicher Umsatzanteil von über 50 Prozent besteht. In der bisherigen Struktur hatten die Gebietsmanager auch die Segmente mit geführt, die nun unter dem neuen Frische- Bereich zusammengefasst sind. Diese Gebiete sind dann nochmals in zehn Vertriebsgebiete unterteilt. Obwohl nun REWE einen neuen Bereich für das Frischesegment schafft., soll die neue Vertriebsreform personalneutral erfolgen.
REWE geht hier einen klaren Weg, denn Frische ist im Lebensmitteleinzelhandel von zentraler Bedeutung und zählt heute zu den wichtigsten Differenzierungsmerkmalen zwischen den Anbietern. Kundinnen und Kunden verbinden Frische unmittelbar mit Qualität, Genuss und Vertrauen in den Markt. Besonders Obst und Gemüse, Backwaren sowie die Bedientheken prägen den ersten Eindruck und beeinflussen maßgeblich die Kaufentscheidung. Eine hohe Frischekompetenz signalisiert Verlässlichkeit und Professionalität und stärkt langfristig die Kundenbindung. Gleichzeitig gewinnt Frische im Kontext von Regionalität und Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung, da Verbraucher zunehmend Wert auf transparente Herkunft und kurze Lieferwege legen. Damit wird Frische zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor im modernen Lebensmitteleinzelhandel.
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