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Spartage bei Netto wieder ein riesen Erfolg!

Netto wirbt jede Woche mit einem 36 Seiten starken Prospekt.

Dieses Werbevolumen reichte vor wenigen Jahren noch fast allen Großflächen-Betreibern, um die wöchentliche Werbeleistung zu kommunizieren. Allerdings sind diese Zeiten definitiv vorbei, mittlerweile werben fast alle Händler mindestens zweimal in der Woche. Die großen Discounter beackern jedoch den Markt 3 x wöchentlich und Kaufland wirbt sogar zur 48 Seiten starken “Wochenwerbung” noch zusätzlich fast täglich in der Presse, mit spektakulären Preisen. Von TV/Radio und E-Commerce Werbung wollen wir heute gar nicht reden.

 

 

Netto wehrt sich mit zusätzlichen Spartagen.

In unregelmäßigen Abständen packt der Netto-Werbechef seine Geheimwaffe aus.

Spartage, Rabatt kleben und bis zu 20% sparen.

Mit dieser pfiffigen Idee ermöglicht Netto schließlich jeden Kunden, der die Rabattaufkleber bei sich hat, neun individuelle Preissenkungen vorzunehmen. Hierzu verteilt das Unternehmen einen Sonder-Bogen mit der Wochenwerbung, auf diesem sind neun Rabattaufkleber angebracht.

Die Stückelung ist so: Einer im Wert von 20 %, drei mit 10 % und weitere fünf mit 5 % Preisabschlag. Zusätzlich gibt es noch einen Gutscheincode für einen 10,- Euro-Rabatt im Online-Shop.

Die Kunden erledigen Ihren Einkauf und wählen in der Regel die neun hochpreisigsten Produkte aus und beschicken diese vor Erreichen der Kassenzone mit den Aufklebern in der Nähe des EAN-Codes. Egal ob Sonderangebot oder schon preisreduziert oder auch hochwertige Spirituosen, alles kann beklebt werden solange die Aufkleber reichen und Ware vorhanden ist. Damit kann der Kunde zur sowieso starken Werbung, die eigentlich zu groß für einen Netto Markt ist, noch zusätzliche Preissenkungen vornehmen.

Sehr guter Erfolg, viel zu wenig Ware im Markt:

Wir haben am Samstagvormittag einen Netto Markt in unserer Region besucht und wollten mal schauen, wie die Aktion so läuft. Wir kennen den Markt schon lange und können die Frequenz gut einschätzen. Heute war in unserem Testmarkt fast das doppelte los als an einem normalen Samstag. Allerdings war die gesamte Abwicklung im Markt überlastet, Regale waren zu leer, die Ordnung ist auf der Strecke geblieben und es gab einen ordentlichen Kassenstau. In diesem standen die Kunden jedoch recht entspannt und jeder zweite war damit beschäftigt seine Rabatt-Coupons best wirksam anzubringen.

Kassenprozess mit viel Potenzial

Dann an der Kasse angekommen begann das Abkassier-Theater. Die agile Kassiererin musste zuerst den normalen EAN-Code scannen dann den Rabatt-Coupon abknibbeln, um eine Zweifach-Nutzung zu vermeiden. Anschließend den Wert des Coupons in die Kasse eingeben um den Basispreis dementsprechend zu reduzieren. Bei uns hat das einigermaßen gut geklappt aber für die Kassierten eigentlich eine Zumutung. Gar nicht daran zu denken, wenn noch zusätzliche Probleme mit der Preisstimmigkeit auftreten würden.

Fazit:

Netto hat sich eine gut funktionierende Marketing-Maßnahme einfallen lassen, aber offensichtlich die Konsequenzen für das Personal und Marktkapazitäten nicht ganz zu Ende gedacht. Jedoch können nach flotter Korrektur, diese Potenziale schon bei den nächsten “Spartagen” gehoben werden.

Wer von Euch hat an den Netto Spartagen schon teilgenommen und eigene Erfahrungen gemacht? Bitte kommentiert hier….

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

 

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