Werbung
Branchen-News

Kommt Amazon-Fresh im April 2017 nach Deutschland?

Amazons Markteintritt im deutschen LEH könnte in Kürze erfolgen.

Wir hatten schon viele Informationen, dass Amazon am Konzept Fresh in Deutschland werkelt, laut Informationen der LZ soll es jetzt im April in Berlin losgehen.

Der noch fast jungfräuliche Food Online Markt Deutschlands (ca. 2% Anteil an Gesamt Food) wird wohl in Kürze intensiv durch Amazon Fresh aufgemischt.

Es muss davon ausgegangen werden, dass der Rollout des Fresh-Konzepts in unterschiedlichen Phasen erfolgen wird. Amazon hat sich Berlin, wie einige weitere Wettbewerber, Rewe, Kaufland, Bringmeister, als Startregion ausgesucht.

Der Vollsortimenter Tegut aus Fulda, ist beim Test dabei.

Der E-Commerce Gigant startet wohl zuerst mit einem Teil des  Trockensortiments. Diese Sortimentsbereiche und auch Eigenmarken könnten wohl von Tegut geliefert werden .Tegut bestätigt einen Test, hier soll es sich aber schwerpunktmäßig um Prime Now und Pantry handeln.

Also, bleibt abzuwarten welche Produkte auf den Sortimentslisten in den nächsten Monaten zum Vorschein kommen. Man kann davon ausgehen, dass Amazon Fresh mit einer sehr flotten Lernkurve zügig weitere Sortimentsbereiche aufschalten wird.

Allerdings wurde auch der Starttermin von Mai 2016 auf den Herbst verschoben und jetzt wird wohl im April 2017  gestartet. Offensichtlich haben sich die Manager von Amazon den Markteintritt in die sehr komplexe  Lebensmittel Einzelhandelslandschaft Deutschland deutlich einfacher vorgestellt.

Amazon wird auch mit Food schnell wachsen.

Die Wettbewerber im deutschen LEH müssen gespannt sein! Wie die Systembestandteile, Preisgestaltung, Zustellkosten, Sortimentsvielfalt und Liefergeschwindigkeit sowie Service im Konzept weiterentwickelt werden.

Die Amerikaner haben sich in den letzten zwanzig Jahren ein enormes Know-how im gesamten Online Business erarbeitet. Allein in Deutschland soll Amazon 44 Millionen regelmäßige Kunden haben. Ein elementarer Bestandteil des Erfolgsmodells Amazon ist der Prime-Service.

Es ist gelungen in Deutschland ca. 17 Millionen zahlende Stammkunden zu akquirieren, die einen Jahres Beitrag  von 49€  für eine Prime Mitgliedschaft zahlen.

Diese Kundengruppe fokussiert sich auf den sehr guten Lieferservice der garantiert, dass alle Bestellungen binnen 24 Stunden kostenfrei geliefert werden.

Da gilt eine wettbewerbsgerechte Preisleistung als Selbstverständlichkeit und der Kunde konnte sich bis jetzt im Non-Food Geschäft darauf verlassen.

Diese Voraussetzung  bietet die Chance geringere Aktionsanteile zu realisieren und einen guten Umsatzmix mit Normalpreis-Artikeln zu bekommen. Hier wird sich zeigen, wie der deutsche aktionsgewöhnte Kunde seine Einkäufe erledigt. Eine Tatsache ist klar, Amazon hat mit dem Prime-Service gute Chancen auf  bessere Margen.

Hier wird am Beispiel in der Stadt New York (USA) klar, wie kundenfokussiert gearbeitet wird. Da werden die Food Bestellungen binnen einer Stunde ausgeliefert.

Für unseren deutschen LEH beginnt jetzt definitiv eine sehr spannende Epoche.

Wir wollen nicht hoffen, dass es sich so entwickelt, wie im Textil- und Schuheinzelhandel. In dieser Branche sind in den letzten 10 Jahren mehr als 30% der Einzelhändler vom Markt verschwunden. Eine solche Entwicklung ist ein Schreckens-Szenario für die Einzelhandelsinfrastruktur in unseren Städten.

Jetzt gilt für alle Marktteilnehmer, die heute noch zu 100% stationär im  Markt sind, ohne Omnichannel geht es in der Zukunft nicht weiter.

Es muss mindestens ein weiterer Absatzkanal hinzugefügt werden. Zu diesem so wichtigen Thema werden wir in unserem Blog regelmäßig weiter berichten.

Allerdings gilt auch in der Zukunft:

Der exzellent geführte Einzelhandelsbetrieb mit top Personal, gutem Angebot und konsequenter Kundenorientierung wird weiterhin seinen Markt machen.

Aber, eine Tatsache muss allen Marktteilnehmern klar sein, Amazon wird für die Zukunft wie immer ein Ziel haben:

Die Marktführerschaft!

Liebe Leser wenn ihr zum Thema Amazon-Fresh weitere Kommentare habt, dann bitte hier einen Kommentar verfassen, wir halten euch jedenfalls auf dem Laufenden.

Fotos: Wikipedia Visitor7

Serien Navigation<< E-Commerce kostet 50.000 GeschäfteFood Online-Verkäufe, in 10 Jahren bei 20% Marktanteil? >>

Comments

comments

Werbung
2 Kommentare

2 Comments

  1. Reptil

    22. Februar 2017 at 6:02

    Spannend!

  2. Timea

    10. September 2017 at 21:47

    Hallo,

    ich bin auf euren interessanten Artikel gestoßen. Finde ich mehr als gelungen und sehr empfehlenswert. Danke dafür. Hat mich echt inspiriert.

    Liebe Grüße
    Timea

Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Werbung
Werbung
Nach Oben